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Wolfgang M. Gran
Krankl

Egoth
2005
287 Seiten
€ 24,20 [D] 24,90 [A] sFr 43,82


Von Alfred Ohswald am 02.09.2005

  Über Hans Krankl, den Fußballer und Nationaltrainer der österreichischen Nationalmannschaft, braucht man wohl nicht viele Worte zu verlieren. Er ist auch über die österreichischen Grenzen hinaus weitgehend bekannt. In Deutschland sicher nicht zuletzt wegen seiner legendären zwei Tore in Corduba, die auch der Grundstein für seine, relativ kurze aber sehr erfolgreiche, internationale Karriere in Barcelona waren.
  Obwohl als Trainer weit weniger vom Erfolg verwöhnt, blieb er wegen seiner charismatischen Persönlichkeit und einiger „Nebentätigkeiten“ als Radiomoderator oder Sänger steht in der Öffentlichkeit präsent.
  All diese Aspekt werden Wolfgang M. Grans Biographie beschrieben. Aber erst die Kapitel über den Familienmenschen Krankl und andere, mehr private Seiten zeigen das ganze Spektrum dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit und machen auch seine Ecken und Kanten verständlicher. Obwohl Krankl immer streng darauf achtet, sein Privatleben nicht in der Öffentlichkeit auszubreiten – eine heutzutage schon fast archaisch anmutende Tugend – und Gran das auch weitgehend respektiert, gelingt im doch das Meisterstück, auch den Privatmenschen Krankl deutlich zu portraitieren, ohne in dessen Intimbereich vorzudringen.
  Gran macht aus seiner Sympathie für Krankl, den er auch privat ziemlich gut kennt, von Anfang an kein Hehl. Trotzdem ist seine Biographie beileibe keine reine Lobhudelei, wie sie sonst nicht selten von Sportjournalisten geschrieben werden, aber geäußerte Kritik bleibt weitgehend recht zurückhaltend und vor allem fair. Seine Biographie heb sich gerade in ihrer Persönlichkeit sowohl in dieser Beziehung angenehm vom Mainstream ab. Von den in der letzten Zeit gerade in Deutschland herumgeisternden Büchern mancher Ex-Fußballer ist es geradezu Welten entfernt – sowohl was den Inhalt als auch die schriftstellerischen Fähigkeiten der Ghostwriter anbelangt.
  Diese Krankl-Biographie wird sogar Leser für sich einnehmen, die – wie ich – mit Fußball absolut nichts am Hut haben. Krankl wäre auch eine interessante Persönlichkeit, wenn er seine Karriere einst mit dem Fetzenlaberl beendet hätte.

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