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John Barnes
Der Himmel so weit und schwarz
(The Sky so Big and Black, 2002)

Festa
2005
Übersetzt von Gerald Jung
319 Seiten
€ 9,90 [D] 10,20 [A]


Von Alfred Ohswald am 11.08.2005

  Auf der Erde hat eine Art Computervirus, der sich im menschlichen Gehirn einnistet, die Herrschaft übernommen, nachdem die Menschen einige Katastrophen ausgelöst hatten, die die Erde fast unbewohnbar machten. Die Kolonien auf dem Mond und dem Mars konnten sich, trotz intensiver Versuche, auch sie zu infizieren, durch akribische Vorsichtsmaßnahmen bisher davor schützen.
  Auf dem Mars wird seit vielen Jahrzehnten mittels Terraforming versucht, ihn für Menschen auch ohne Schutzanzüge u.ä. bewohnbar zu machen. Die Hauptarbeit besorgen dabei hauptsächlich auf der Oberfläche umherziehende, sogenannte Ökospektoren, die unter der Oberfläche liegende Gas- und Wasservorkommen aufspüren und freisetzen.
  Die junge Teri ist eine dieser Ökospektoren und verdient, zusammen mit ihrem Vater als Teampartner, ihren Unterhalt in diesem Beruf. Sie steht knapp vor dem Erwachsenwerden und ihre Heirat mit ihrem Verlobten ist bereits geplant. Aber dem Mars steht eine Katastrophe bevor, die auch für ihr Leben einen grundlegenden Einschnitt bedeuten sollte.
 
  Die Idee und Handlung dieses Science-Fiction-Romans ist eigentlich eher typisch für eine Kurzgeschichte oder Erzählung. Erst das ausführliche Beschreiben der alltäglichen Erlebnisse der Hauptfigur auf dem Mars bietet ausreichend Stoff für einen Roman. Darum spitzen sich die Ereignisse erst gegen das Ende wirklich auf eine Art Pointe zu – eben typisch für eine Kurzgeschichte.
  Das heißt allerdings nicht, dass die Beschreibung des Alltags der Hauptfigur als Ökospektorin und ihrer Beziehung zu ihrem Vater uninteressant oder langweilig wären. Barnes versteht es, hier ein dichtes Bild dieser modernen Pioniere und ihrer fremdartigen Umgebung und Gesellschaft zu zeichnen. So lässt es sich eigentlich recht gut verschmerzen, dass man über weite Strecken auf eine richtige Handlung mit durchgehenden Spannungsbogen verzichten muss. Nur die Parallelkapitel aus der Sicht eines Polizeipsychologen weisen die ganze Zeit über darauf hin, dass es noch zu einem dramatischen Ereignis kommen wird.

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