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Basil Copper
Der Vampir
in Legende, Kunst und Wirklichkeit
(The Vampire in Legend, Art and Fakt, 1971)

Festa
2005
Übersetzt von Malte S. Sembten
335 Seiten
€ 12,90 [D] 13,30 [A]


Von Alfred Ohswald am 09.08.2005

  Basil Coppers Buch gehört zu den Standardwerken der Sekundärliteratur über das Thema Vampire. In vier Kapiteln behandelt er nacheinander die Legenden, die Literatur, die Filme und berühmte Fälle von Vampirismus in der Vergangenheit.
  Im ersten Kapitel finden sich sowohl Fälle von angeblichem Vampirismus als auch z.B. ein kurzes Kapitel über die Vampirfledermäuse in Südamerika. Hier geht er etwas zu wenig auf die verschiedenen Vampirlegenden verschiedener Völker in Vergangenheit und Gegenwart ein, die hier geschilderten Fälle würden tendenziell besser in das letzte Kapitel passen.
  In den beiden Kapiteln über Literatur, Film und Theater zeigt Copper dann seine umfangreiche Kenntnis zu dem Thema. Hier kann man wirklich noch einiges über noch weitgehend unbekannte literarische oder cineastische Schätze erfahren.
  Im letzten Kapitel berichtet Copper schließlich von Kriminalfällen, in denen Vampirismus eine wichtige Rolle spielte. Allzuviel gibt es hier nicht zu berichten, weil tatsächlicher, reiner medizinischer Vampirismus ohne Habgier als Haupttriebfeder oder als Nebenerscheinung sexueller Perversionen oder Sadismus offensichtlich kaum vorkommt, wenn er nicht überhaupt in reiner Form existiert. So sind auch die hier beschriebenen Beispiele Grenzfälle.
  Coppers Buch erschien 1971 und so fehlen eine Menge wichtiger Werke aus Literatur und Film der letzten Jahre. Anne Rice oder Bram Stoker’s Dracula zum Beispiel sind naturgemäß nicht mehr darin zu finden. Diesen doch bedeutenden Mangel für ein im Jahr 2005 erscheinendes Buch behebt ein ausführliches Nachwort von Uwe Sommerlad, das eigentlich eine Ergänzung der fehlenden Jahre ist. Es ist zwar schon etwas knapper gefasst, als der Originalteil, berücksichtigt aber weitgehend komplett alle halbwegs relevanten Bücher und Filme der Zeit von den 70er-Jahren bis heute. Ein großer Pluspunkt für das Buch und Lob an den Verleger!
  Besonders positiv ist noch hervorzuheben, dass neben der englischsprachigen Literaturliste des Autors, eine eigene, deutschsprachige Literaturliste enthalten ist. Hier kann man nachschlagen ob, wann und in welcher Form (gekürzt, auszugsweise usw.) die im Buch vorgestellten Bücher in deutscher Sprache veröffentlicht wurden. Mit den heutigen Suchmöglichkeiten in Antiquarien im Internet sollten die meisten davon aufzutreiben sein.

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