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Kai Meyer
Frostfeuer

Loewe Verlag
2005
300 Seiten
€ 14,90


Von Alfred Ohswald am 09.06.2005

  Als die Zauberin Tamsin Spellwell mit ihrem Vater der Schneekönigin einen Splitter ihres Herzens und damit einen wichtigen Teil ihrer Macht stehlen, müssen sie einen hohen Preis bezahlen. Tamsins Vater wird dabei getötet. Bald danach treffen die Schneekönigin und Tamsin im winterlichen Petersburg ein, Tamsin will die Schneekönigin endgültig bezwingen und die Schneekönigin den Splitter ihres Herzens zurückbekommen. Die Schneekönigin hat sich im luxuriösen Hotel Aurora einquartiert, wo natürlich auch Tamsin bald auftauchen wird.
  Maus ist ein junges Mädchen in der Kleidung eines Jungen und sie arbeitet im Hotel Aurora als Schuhputzerin. Ständig wird sie von ihren Kollegen schikaniert und der Hoteldetektiv ist ihr auch ständig auf den Fersen, weil er zu Recht vermutet, dass Maus manchmal lange Finger bekommt. Als Tamsin im Aurora auftaucht, sieht sie in Maus die ideale Gehilfin bei ihrem Kampf gegen die Schneekönigin. Niemand beachtet sie sonderlich und sie kennt das Hotel wie ihre Westentasche. Vorsichtig beginnen die beiden Kontrahentinnen, sich gegenseitig auszuspionieren und Maus kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Doch es ist natürlich nicht ungefährlich, zwischen zwei so mächtige Gegnerinnen zu geraten.
 
  Mit den beiden Trilogien um „Die fließende Königin“ und „Die Wellenläufer“ hat sich Kai Meyer einen guten Ruf beim jugendlichen Lesepublikum erarbeitet und gezeigt, dass Fantasy weit mehr zu bieten hat, als nur Harry Potter. Mit „Frostfeuer“ beginnt seine nächste Fantasy-Reihe, die sich allerdings etwas von ihren beiden Vorgängern unterscheidet.
  Es sind in „Frostfeuer“, zumindest im ersten Teil, weit weniger phantastische Wesen und Schauplätze zu bewundern, fast alles spielt sich im Hotel „Aurora“ ab. Stand hier der Gedanke an eine mögliche Verfilmung Pate, die bei den beiden erfolgreichen Vorgängern vermutlich an den nötigen Spezialeffekten scheitern würde? Gerade diese ausufernde Phantasie machte einen großen Reiz bei den beiden Vorgängern aus und dieser Mangel fällt in „Frostfeuer“ durchaus auf.
  Der zweite Punkt, an dem sich „Forstfeuer“ von den beiden ersten Trilogien unterscheidet, ist, dass es ein abgeschlossenes Ende hat. Es bleibt zwar die Möglichkeit für Fortsetzungen bestehen, aber es ist zumindest keine geplant. Das hat seine Vorteile, z. B. braucht man nicht immer mehr oder weniger lange auf die Fortsetzung zu warten, aber es geht auch die, gerade bei Fantasy so beliebte, epische Breite der Geschichte verloren. Es ist nur mehr eine Fantasy-Geschichte, kein Epos mehr. Damit steht auch weniger Raum für die Beschreibung einer komplexen Hintergrundwelt zur Verfügung, was sich bei „Frostfeuer“, im Unterschied zu Die fließende Königin“ und „Die Wellenläufer“, auch deutlich zeigt.

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