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Kurt Tozzer / Günther Kallinger
Tat-Sachen
Die spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs

Ueberreuter
2005
191 Seiten
€ 19,95


Von Alfred Ohswald am 19.05.2005

  Nachdem bereits im deutschen Fernsehen eine erfolgreiche Serie über vergangene mehr oder weniger Berühmte Mordfälle produziert worden ist, versuchte sich auch in Österreich der ORF an diesem Konzept. Eine Menge bekannter und bereits weitgehend vergessener Fälle wurde ausgegraben und recht geschickt aber ohne reißerische Effekte zu einer Dokumentationsserie verarbeitet.
  Mit diesem Buch liefern jetzt die beiden Journalisten Tozzer und Kallinger das Buch zur TV-Doku-Serie „Tat-Sachen“. Grob unterteilt in Beziehungsmorde, unaufgeklärte Fälle, Giftmorde, Morde aus Gier, Serienmörder usw. wird über verschiedene Mordfälle der Vergangenheit berichtet. Wobei die ältesten Fälle etwa in die Nachkriegszeit zurückreichen. Die an berühmten Kriminalfällen nicht unbedingt arme Zeit der Monarchie oder der Zwischenkriegszeit wird nicht mehr berücksichtigt.
  Die einzelnen Fälle werden ohne lange Ausschweifungen in kurzer, prägnanter Form dargestellt und dadurch kann eine große Anzahl davon berücksichtigt werden. Die reinen Fakten stehen im Mittelpunkt, die Atmosphäre wird meist mit kurzen, zeitgenössischen Zitaten aus den Medien beschrieben. Wenn man dem Buch etwas nicht vorwerfen kann, dann ist es Platzverschwendung durch langatmige Umschreibungen und Floskeln. Nicht einmal Bilder finden sich darin, für ein Buch zu einer TV-Serie wirklich recht ungewöhnlich.
  Interessant, informativ und auch spannend ist es auf jeden Fall und als Leitlinie scheint bei den Autoren die Sachlichkeit gestanden zu haben. Egal ob in manchen Fällen der Exekutive geradezu eine Lawine aus Pannen unterlief oder die Medien die Mörder rechtzeitig warnten, Tozzer und Kallinger bereichten darüber ohne jeden Kommentar, sie enthalten sich strikt jeder Besserwisserei.

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