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Friedrich Schiller
Die schönsten Gedichte von Friedrich Schiller
Ausgewählt von Christian Strich

Diogenes
2003
108 Seiten


thalia.at
amazon.de

 

 

Von Eberhart J. Theuer am 09.05.2005

  Wer eine kleine (7,5 x 11,5 cm), preiswerte, handliche Auswahl der bekanntesten Gedichte und Balladen Schillers sucht, die noch dazu in jede Jacken-, Hosen- und Hemdtasche passen soll, ist mit der hier besprochenen Ausgabe des Diogenesverlag bestens bedient.
 
  Folgende Gedichte und Balladen sind darin versammelt:
 Da Mädchen aus der Fremde
 An die Freude
 Das Geheimnis
 Thekla
 Des Mädchens Klage
 Würde der Frauen
 Reiterlied
 Der Jüngling am Bache
 Das Lied von der Glocke
 Der Ring des Polykrates
 Die Kraniche des Ibykus
 Die Bürgschaft
 Der Taucher
 Die Götter Griechenlands
 Die Teilung der Erde
 Hoffnung
 Licht und Wärme
 Breite und Tiefe
 Sprüche des Konfuzius
 Die Gunst des Augenblicks
 Sängers Abschied
 
  Auf der letzten Seiten findet sich noch eine Kurzbiographie.
 
  Von allen guten und bekannten Gedichten und Balladen die man bei so einer knappen Auswahl naturgemäß vermissen muß, ist das Fehlen des „Handschuh“ wohl am auffälligsten. Ginge es nach mir, hätte man zu seinen Gunsten besser auf „Thekla“, „Des Mädchen Klage“ oder das doch ein wenig antiquiert wirkende „Würde der Frauen“ verzichtet.
 
  Warum der Herausgeber dieser Anthologie ausgerechnet Möros zum Tyrannen schleichen ließ (wie in der ursprünglichen Fassung) und nicht (wie üblich und wie Schiller in späterer) Damon (der Name klingt ja auch wirklich besser), weiß ich nicht. Vielleicht, weil man beim Original bleiben wollte und, wenn ich recht informiert bin, in der mit Bürgschaft betitelten Ballade im Musenalmanach noch Möros aufscheint, während dann als Schiller ihn, in der Ausgabe letzter Hand zu Damos umbenannte, er gleich auch den Titel änderte (zu „Damon und Pythias“) so daß, hält man sich streng an die Originale, entgegen der üblichen Schreibweise unter dem Titel „Bürgschaft“ immer nur Möros auftaucht, während Damon nur unter dem Titel „Damon und Pythias“ zu haben ist. Vielleicht wollte man sich auch nur von anderen Sammlungen abheben.
 
  Von hohem Gebrauchswert ist dieses Büchlein allemal.

 

 

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