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Dimitré Dinev
Ein Licht über dem Kopf

Deuticke
2005
186 Seiten
€ 17,90 [D] 18,40 [A]


Von Alfred Ohswald am 14.03.2005

  Bereits vor seinem erfolgreichen Roman „Engelszungen“ war bei edition exil der Erzählband „die inschrift“ erschienen. Dort sind übrigens frühere Versionen von drei Erzählungen zu finden, die auch in diesem neuen Erzählband „Ein Licht über dem Kopf“ enthalten sind.
  Wie auch schon der Roman, handeln die Geschichten vom Leben in Bulgarien und dem Schicksal von Emigranten, die sich in Wien mehr schlecht als recht über Wasser zu halten versuchen. Oft von unwahrscheinlichen Erfindungsgeist aber ebenso oft mit eher bescheidenen Erfolg.
  Dinev urteilt nicht über seine Figuren, mögen sie auch manchmal noch so abgefeimte Schlitzohren sein und er erzählt seine Geschichten immer mit einem Augenzwinkern. Wie ein unterhaltsamer Erzähler in einer Kneipe, betont er das absurde Element des Lebens und seiner Schicksalsschläge. Das wird noch durch seinen, an manche amerikanische Autoren erinnernden Schreibstil mit meist sehr kurzen und prägnanten Sätzen betont. Bei deutschsprachigen Autoren ist dieser Stil selten anzutreffen, erst recht nicht so gekonnt eingesetzt. Vielleicht ist hier eine noch vorhandene Unsicherheit mit der deutschen Sprache zu einer Stärke geworden.
  Seine Erzählungen erreichen zwar nicht immer die außergewöhnliche Qualität seines Romans „Engelszungen“, gehören aber immer noch zum Unterhaltsamsten, was man von deutschsprachigen Autoren zu Lesen bekommen kann.

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