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Alastair Reynolds
Unendlichkeit
(Revelation Space, 2000)

Heyne
2001
Übersetzt von Irene Holicki
767 Seiten
€ 13,- [D] 13,40 [A]


Von Alfred Ohswald am 11.02.2005

  Seit sich die Menschheit in der Galaxis ausgebreitet hat, stößt sie immer wieder auf Überreste ausgestorbener intelligenter Spezies, aber nie auf noch existierende Zivilisationen. Auch auf dem unwirtlichen Planeten Resurgam wurden Spuren einer untergegangenen Zivilisation gefunden. Der verantwortliche Archäologe Dan Sylveste ist gleichzeitig der politische Führer der dortigen Kolonie und wird, unmittelbar vor dem Freilegen eines wichtigen Fundstücks, Opfer eines Putsches und landet für Jahre im Gefängnis. Später sollte seine Grabung fortgesetzt werden und für einen wirklich sensationellen Fund sorgen.
  Auf der Welt, von der Dan Sylveste stammt, heuert eine geheimnisvolle Frau eine professionelle Killerin an, um Sylveste zu töten. Nur selten reisen normale Raumschiffe zur abgelegenen Kolonie auf Resurgam und so kommt ein gerade eingetroffenes Raumschiff gerade recht, dass dieses Ziel hat. Die Killerin wird in die Mannschaft eingeschleust.
  Die Mannschaft dieses Raumschiffs ist ebenfalls auf der Suche nach Sylveste. Ihr Capitän leidet an einer gefährlichen, sich extrem schnell ausbreitenden Seuche und muss deshalb im Kältetiefschlaf gehalten werde. Seine letzte Hoffnung ist jener Dan Sylveste, der auf Resurgam im Gefängnis sitzt und hinter dessen Kopf ihr neues Besatzungsmitglied her ist. Aber das Raumschiff hat noch einen weiteren, geheimen Passagier, der nur in seinen Computeranlagen existiert, deswegen aber keineswegs ungefährlich ist.
 
  Anspruchsvolle Space-Operas erleben gerade einen neuen Boom und genau zu dieser Sparte ist Reynolds Erstlingsroman zu zählen. Sein recht komplexes Universum ist allerdings nicht von zahllosen Alienrassen bevölkert, zumindest nicht in der Zeit, in der seine Romane handeln.
  Die Handlung wird von ihm aus der Sicht dreier Charaktere erzählt und läuft recht langsam und mit sehr viel Anlauf, bzw. Vorgeschichte auf das Finale zu, in dem erst ganz am Ende alles auf eine einigermaßen komplizierte Art, zumindest was die Physik betrifft, aufgeklärt wird. Dem werden sich nicht alle Leser vollkommen folgen können, aber es ist für das allgemeine Verständnis auch nicht wirklich unumgänglich.
  Alastair Reynolds kann sich sicher nicht mit einem Dan Simmons und seinem Hyperion oder Ilium messen, was die Qualität seines Romans betrifft, aber aus der Masse der Neuerscheinungen ragt er eindeutig positiv hervor.

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