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Barbara Frischmuth
Die Schrift des Freundes

1998
352 Seiten
DM 16,90


Von Karin Claudi

  Anna Magotti hat feuerrotes Haar, sie ist jung, hübsch und blitzgescheit. Und sie hat ein Herz - doch davon spürt sie vorerst nicht allzu viel. Als Softwarespezialistin bei einer internationalen Computerfirma hat sie nicht nur einen sicheren Job, sondern arbeitet auch bei politisch brisanten Geheimaufträgen mit, beispielsweise bei der Erfassung aller gesellschaftlichen Randgruppen für das österreichische Innenministerium.
  Privat ist sie die Geliebte des Ministerialrats Haugsdorff, der sie zwar umsorgt und verwöhnt, ihrem Herzen jedoch nicht zu nahe kommt. Da trifft sie den türkischen Aleviten und Kalligraphen Hikmet, der ihr Leben aus seiner geordneten Bahn wirft, und das nicht nur, weil sie sich unsterblich in ihn verliebt. Kaum haben sich Anna und Hikmet einander vorsichtig genähert, da ist Hikmet plötzlich wie vom Erdboden verschwunden...
 
  Der Roman besteht aus mehreren Schichten, die durch vielfache Querbezüge raffiniert miteinander verflochten sind: Es gibt eine romantische Liebesgeschichte, die spannenden Suche nach einem Verschwundenen, humorvoll-satirische Erzähleinlagen über Annas Familie, aber auch handfeste Kritik an den politischen Praktiken in Österreich. Ein vielseitiger, gelungener Roman, anspruchsvoll und dennoch unterhaltsam zu lesen.

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