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Rebecca Gablé
Der König der purpurnen Stadt
(2001)

Lübbe
2004
960 Seiten
€ 9,90 [D] 9,95 [A]


Von Alfred Ohswald am 06.12.2004

  Der Waise Jonah Durham wächst bei seinem Onkel, einem Londoner Tuchhändler, seiner Großmutter und seiner Tante als Lehrling auf. Aber es herrscht ein gespanntes Verhältnis zwischen seinem Onkel, seiner Tante und ihm, nur mit seiner Großmutter versteht er sich, mit einer Unterbrechung, sehr gut. Als sie stirbt, vermacht sie ihm den Großteil ihres Vermögens und der Hass seines Onkels wird noch stärker. Schließlich versucht er sogar, ihn umbringen zu lassen und Jonah wird zufällig durch Edward III., den jungen König Englands, gerettet. So lernt er den König, seinen Hof und vor allem die junge Königin kennen.
  Jonah trennt sich von seinem Onkel und kann sich mit einiger Mühe und gegen heftige Widerstände in der Tuchhändlergilde selbstständig machen. Seine Geschäfte laufen bereits recht gut an, als er bei einem Turnier der Königin das Leben retten kann. Fortan steht er in ihrer persönlichen Gunst.
  Aber auch dem sich wegen seiner Kriege ewig in Geldnöten befindlichen König ist sein finanzielles Talent aufgefallen und so wird er immer wieder in die große Politik hineingezogen. Oft kosten ihm diese Abenteuer beinahe seine Existenz und manches Mal ist auch sein Leben bedroht. Und der 100jährige Krieg hat gerade erst begonnen…
 
  Dieser 3. Roman von Rebecca Gablé spielt in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts, deutlich nach ihrem Roman "Das zweite Königreich" und direkt vor "Das Lächeln der Fortuna". Wie bisher, zeichnet sie ein Bild der Zeit anhand einer fiktiven, für die Zeit aber typischen Figur, die auch häufig mit den wichtigsten Persönlichkeiten der britischen Geschichte in Kontakt steht. In diesem Fall ist es ein emporstrebender, erfolgreicher Tuchhändler, der, ähnlich wie die Fugger bei den Habsburgern, als Kreditgeber für Kriege im Schatten des herrschenden Adels zu Macht und Ansehen kommt.
  An die beiden Vorgänger kommt „Der König der purpurnen Stadt“ aber nicht ganz heran. Wer Rebecca Gablé noch nicht kennt, sollte es zuerst mit "Das Lächeln der Fortuna" oder "Das zweite Königreich" versuchen. Sowohl die Handlung, als auch die Figuren sind dort etwas besser getroffen als in „Der König der purpurnen Stadt“.

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