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Peter Lancester
Das blaue Portal
Die Chroniken der Anderwelten 1

Eldur
2004
366 Seiten
€ 9,95


Von Alfred Ohswald am 21.10.2004

  Die fünfzehnjährige Eva lebt mit ihren Eltern und ihrem Onkel Friedrich in einer Burg in Hessen. Als ihr Onkel, der seit einiger Zeit ziemlich ausgiebig dem Alkoholgenuss verfallen ist, Nachschub im Burgkeller holen will, hat er eine überaus seltsame Begegnung. Aus einer, hinter einem Regal verborgenen Tür kommen einige sehr seltsame kleine Pferde heraus und flüchten vor ihm hinauf in die Räume der Burg. Als Friedrich das kurz darauf erzählt, glaubt jeder eher an eine Begleiterscheinung seines Alkoholkonsums, als an eine Tatsache. Es stellt sich aber bald heraus, dass Friedrich die Wahrheit gesagt hat. Nach einigen Turbulenzen können diese Pferde gestellt werden und jetzt erleben sie erst die wirkliche Überraschung. Diese Pferde können, neben einigen sonstigen Absonderlichkeite, nämlich auch sprechen.
  Nachdem das anfängliche beiderseitige Misstrauen überwunden ist, erzählen sie ihre phantastische Geschichte. Sie stammen aus einer Stadt mit einer mittelalterlich anmutenden Gesellschaft, in der sie als intelligente Pferde wie Sklaven unterdrückt wurden und beschlossen deshalb eines Tages zu fliehen. Nach einer abenteuerlichen Reise, bei der einige von ihnen ihr Leben ließen, gelangten sie an einen bläulich schimmernden Durchgang und schließlich an eine extrem lange Treppe, die schließlich in den Keller der Burg führte.
  Nachdem das seltsame Portal und seine Umgebung erkundigt wurden, kehrt bald fast wieder Alltag auf der Burg ein, bis erneut Besucher über diese Treppe auftauchen. Und dieses Mal sind es weniger freundlich gesonnene Zeitgenossen.
 
  »Das blaue Portal« ist der zweite Roman, des für seine phantasievollen Autorenbiographien bekannten Eldur-Verlags. Es ist der erste Teil einer Fantasy-Saga, ein bei deutschsprachigen Autoren bis vor einigen Jahren noch nicht sonderlich verbreitetes Genre, sieht man von der Massenproduktion Hohlbeins ab. In diesem Umfeld kann sich der Roman durchaus sehen lassen, der Hintergrund ist recht ordentlich ausgedacht und ausgearbeitet und die Charaktere weisen großteils originelle Wesenszüge, abseits vom normalen Heldenschema, auf. Einige sind regelrecht kauzige Typen, was in dem Buch immer wieder auch für einen humoristischen Aspekt sorgt.
  Kurzum, man wird nicht übel unterhalten.

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