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Thea Leitner
Hühnerstall und Nobelball
1938 – 1955 Leben in Krieg und Frieden

Ueberreuter
2004
208 Seiten
€ 19,95


Von Alfred Ohswald am 07.10.2004

  Thea Leitern wuchs in einem gutbürgerlichen, wenn auch nicht sonderlich wohlhabenden Elternhaus auf. In ihrem Buch „Jugendzeit damals. Ein bürgerliches Leben zwischen Sachsen und Wien 1921-1938“ beschrieb sie diesen Abschnitt ihres Lebens. In der Fortsetzung „Hühnerstall und Nobelball. 1938 – 1955 Leben in Krieg und Frieden“ schreibt sie über die Zeit ihres Studiums, ihrer ersten Hochzeit und die Geburt und Kindheit ihrer Tochter während des Krieges und der Nachkriegszeit mit ihrer zweiten Hochzeit und dem Beginn ihrer Karriere als Journalistin.
  Von den Widrigkeiten des für Studenten obligatorischen Arbeitsdienstes über die Zeit in Wien mit dem zuerst in weiter Ferne erlebten Krieg und, nach den Bombenangriffen auf Wien, die Flucht mit dem Kind zu deutschen Verwandten in der Nähe Dresdens. Dort treffen zuerst die Amerikaner und dann die, für eine junge Frau viel gefährlicheren Russen ein und bald ist Thea Leitner mit ihrer Tochter wieder auf dem Weg nach Wien, wo sie sich zuerst nur mühsam über Wasser halten kann. Ihre Schreibmaschinenkenntnisse und ihr Talent beim Schreiben eröffnen ihr dann bald durch Zufall die Möglichkeit, als Journalistin zu arbeiten.
  Thea Leitner beschreibt das Schicksal einer typischen bürgerlichen Familie während und nach der Nazi- und Kriegszeit, dem Regime gegenüber eher ablehnend eingestellt aber sonst nicht politisch aktiv. Weder Täter noch Opfer, wie sie selbst am Anfang schreibt. Allerdings machen sie die Umstände, wie fast alle Menschen in dieser Zeit, zu Opfern der mit dem Krieg einhergehenden Katastrophen, wie Bombardierung und allgemeiner Mangel an den lebensnotwendigen Dingen.

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