Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Roda Roda
Das Beste von Roda Roda
Die amüsantesten Geschichten des großen Humoristen aus der K. u. K. Monarchie

Molden
2006
208 Seiten
€ 19,80


Von Alfred Ohswald am 04.10.2004

  Roda Roda hat ein geradezu typisches Schicksal für jüdischen Autor im Österreich der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1872 in Drnowitz geboren, floh er 1933 vor den Nazis von Deutschland, wo er als Kabarettist und Schriftsteller tätig war, nach Österreich, 1939 in die Schweiz und 1940 weiter in die USA, wo er1945 starb. Aber nicht dieses bewegte Schicksal spielt in seinen zahlreichen kleinen Erzählungen die Hauptrolle, sondern ein wehmütig-humoristischer Rückblick auf die letzten Jahrzehnte der Donau-Monarchie, die er ja auch noch selbst erlebte.
  Typisch für ihn und zahlreiche, in seiner Tradition stehende Autoren (von Hugo Wiener bis Ephraim Kishon) ist die Anekdotenhaftigkeit seiner Erzählungen. Viele davon basieren ja auch auf gehörte, manchmal auch selbst erlebte Geschichten. Fast immer sind diese kurzen Geschichten voll gutmütigen Humors und einem amüsanten Blick auf die Eigenheiten der zahlreichen Bewohner der in jeder Beziehung vielschichtigen Donau-Monarchie. Die verschiedensten Völker und Stände lebten hier mit ihren Traditionen, Eitelkeiten und Widrigkeiten zusammen. Reichlich Stoff für den Humoristen Roda Roda.
  Nur manch mal zeigt sein Humor auch eine dunkle, ja tragische Seite und diese Erzählungen gehören zu seinen bewegensten.
  Auf den Punkt gebracht, kann man sagen: Roda Roda ist nichts Menschliches fremd. Wenn möglich, betrachtet er die Welt aber von der humorvollen Seite.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.