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Adalbert Stifter
Bergkristall
(1845)

Deutsche Grammophon
2000
€ 10,50 [D]


Von Alfred Ohswald am 30.08.2004

  Zwei Kinder, Konrad und seine jüngere Schwester Sanna, besuchen am Weihnachtstag ihre Großeltern in einem Dorf auf der anderen Seite der Berge. Auf dem Rückweg beginnt es zu schneien und sie verlieren die Orientierung. Während er seine Schwester tröstet, verirrt sich Konrad immer mehr und schließlich sind sie gezwungen, die Weihnachtsnacht in der Nähe eines Gletschers in einem natürlichen Unterschlupf zu verbringen.
 
  Stifters stilistisch vielleicht vollkommenste Erzählung befasst sich typischerweise auf ruhige, sentimentale Weise mit einem dramatischen Ereignis in der Natur. Typisch für die Zeit des Biedermeier und auch später für den Heimatroman ist diese Befassung mit völlig unpolitischen Themen und die Sentimentalität am Rande zum Kitsch. Stifter kann man somit in gewisser Weise als Wegbereiter und Vorbild für Karl Heinrich Waggerl & Co. betrachten.
  Der von Erich Ponto 1953 gesprochnen, knapp 47 Minuten langen Hörbuchversion merkt man dieses Alter kaum an. Qualität und Vortragsstil sind keineswegs auffallend antiquiert.

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