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A. C. Sansone
Hassan
to dream the impossible dream …

Rhätikon Verlag
2004
187 Seiten


Von Alfred Ohswald am 28.08.2004

  Zwei Brüder in Frankreich, der 12jährige Pierre und der 6jährige Patrick, sehen einen Fernsehspot gegen Minen, in dem ein Junge namens Hassan gezeigt wird, der ein Bein verloren hat. Dieser Hassan geht ihnen nicht mehr aus dem Kopf. Vor allem der kleine Patrick setzt es sich in diesen Kopf, dass er etwas gegen diese Minen unternehmen muss und wenn Patrick sich etwas in den Kopf gesetzt hat, bleibt er hartnäckig.
  Zuerst stattet er einer Kaserne einen Überraschungsbesuch ab und sogt für einigen Wirbel, aber helfen kann ihm dort auch niemand. Bleibt der höchste Vorgesetzte des dortigen Kommandanten, das Verteidigungsministerium. Patrick beschließt, heimlich nach Paris auszureißen und dem Verteidigungsminister sein Anliegen vorzutragen. Zu seinem Glück begleitet ihn sein älterer Bruder Pierre, denn diese Reise entwickelt sich dann doch recht abenteuerlich.
 
  Adele Sansone, übrigens aus Breitenfurt (NÖ), dem Stammsitz von Buchkritik.at stammend, hat bisher Kinderbücher geschrieben und selbst illustriert. „Hassan” ist ihr erstes Buch für einen jugendlichen, etwas älteren Leserkreis.
  Der Roman handelt von Sinn und Zweck, sich für eine Sache zu engagieren, sich ohne wenn und aber für eine Sache einzusetzen, von der man zutiefst überzeugt ist. Beim Thema Minen wäre es unrealistisch, einen völlig glücklichen Ausgang der Geschichte anzunehmen und darum kommt es auch nicht dazu. Aber das Buch will zeigen, dass es auch Sinn macht, sich für etwas einzusetzen, wenn man das Ziel nicht ganz erreicht oder gar nicht erreichen kann. Das Einstehen für die eigenen Überzeugungen ist nicht nur der ehrlichere Weg, es bringt auch persönliche Befriedigung und Selbstbewusstsein. Ein Jugendbuch, das für die wichtigsten Bürgertugenden steht, den mündigen, aktiven und interessierten Bürger mit moralischen Engagement.
  Eine kleine Kritik ist vielleicht noch angebracht, die häufig wechselnden Zeitebenen am Anfang mögen für manche Leser des jungen Zielpublikums etwas verwirrend sein. Aber das bessert sich bald und der Handlungsablauf wird klarer.

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