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Adrian Tomine
Sommerblond
(Summer Blonde)

Reprodukt
2004
103 Seiten
€ 15,- [D]


Von Alfred Ohswald am 23.08.2004

  In allen drei Geschichten in diesem Comics-Band geht es um Außenseiter, die sich zum Teil schon am Rand zur Psychose bewegen. In den ersten beiden Geschichten ist es ein introvertierter Junge und ein ebensolches Mädchen irgendwo zwischen 20 und 30 Jahre alt. In der letzten Geschichte trifft ein introvertierter Junge auf ein extrovertiertes Mädchen an seiner Schule, das durch seine Sex- und Alkoholexzesse irgendwann zur Ausgestoßenen wird und sich mit ihm anfreundet. Auch in der ersten Geschichte gibt es ein solches Mädchen. So gesehen könnte der Junge in der ersten Geschichte die ältere Version des Jungen in der letzten Geschichte sein.
  Die Stimmung aller drei Geschichten ist ziemlich depressiv, Humor findet man hier nicht einmal mit einer Lupe. Es sind psychologische Lebensbilder von jungen Menschen am Rande der Gesellschaft.
  Dazu passen recht gut die dreifarbigen, schwarz-weiß-grauen-Bilder mit ihren naiv-realistischen Stil, unauffällig und ohne jeglichen optischen Ballast. Die Bilder sind nur dazu da, die Geschichte zu erzählen. Es gibt kaum ein Bild mehr, als nötig und auch nicht, um Stimmung zu erzeugen. Dafür sorgt jede Geschichte selbst ausreichend.
  Es sind anspruchsvolle Comics, weit abseits des Mainstream, zumindest was die Storys betrifft.

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