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Sabine Wassermann
Goldhorus
(2000)

Heyne
2002
478 Seiten
€ 8,95 [D] 9,20 [A]


Von Alfred Ohswald am 24.07.2004

  Der ägyptische Prinz und Thronfolger Amunhotep erwacht nach einer Schlacht gegen syrische Aufständische mitten in der Wüste aus der Bewusstlosigkeit. Ein Leichenfledderer hat ihn geweckt. Amunhotep zwingt ihn, ihn in die nächste Stadt mitzunehmen und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er ihn reinschmuggelt. Doch er fällt als Ägypter und wegen seiner ungewöhnlichen Größe zu sehr auf und wird gefangen genommen. Allerdings weiß niemand, wer er in Wirklichkeit ist. Aber es hilft alles nichts, eines Tages steht seine Hinrichtung am Pfahl bevor.
  Nur knapp kann ihm die junge ägyptische Sklavin Hadjet dieses Schicksal ersparen, indem sie Ihren Herrn überredet, ihn freizukaufen. Dieser Herr ist Händler und benötigt einen Dolmetscher, der syrisch und ägyptisch gleichermaßen beherrscht. Er plant Geschäfte mit einem ägyptischen Kaufmann, dem er mit einer Karawane entgegenreist. Bei diesem Treffen erfährt Amunhotep, dass sein Vater Tutmosis ihn für Tod erklärt hat und seine Frau gestorben ist. Wieder flieht er mit der Hilfe Hadjets und sie reisen nach Ägypten.
  Die Freude am Hof ist groß, als der Todgeglaubte wieder auftaucht. Aber als Amunhotep mit dem Arzt reden will, der seine Frau vor ihrem Tod behandelt hat, erfährt er, dass der neue Wesir des Nordens, der von Anfang an zwielichtig erscheinende Seuna, ihn an einen unbekannten Ort verbannt hat. Und die Anzeichen für eine auch gegen ihn gerichtete Intrige häufen sich bald.
 
  Sabine Wassermanns historischer Roman spielt in der Regierungszeit von Tutmosis III., die Hauptfigur ist sein Nachfolger Amunophis III. Der Hintergrund ist weitreichend stimmig, die Geschichte selbst ist allerdings reine Fiktion.
  Stil und Handlung erinnern etwas an durchschnittliche amerikanische Autoren, die Protagonisten sind nicht sonderlich tiefgründig und überzeugend beschrieben und die Dialoge kommen oft in recht unpassender, flapsiger Sprache daher. Irgendwie verhaut es die Atmosphäre, wenn der Pharao „Nun hör schon auf, alter Schwätzer, das ist ja unerträglich!“ während der Aufzählung seiner zahlreichen Titel von sich gibt.

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