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Dave Barry
Die Achse des Blöden
Eine politische Evolutionstheorie der USA
(Dave Barry Hits Below the Beltway, 2001)

Eichborn
2003
Übersetzt von Edith Beleites
170 Seiten
€ 12,95 [D]


Von Alfred Ohswald am 02.07.2004

  Barrys Buch ist eine Satire über das politische System der USA mit einem Abstecher zu den ganz speziellen Zuständen in Florida und den einigermaßen absonderlichen Wahlen 2000. Wer sich eine Abrechnung mit der Bush-Regierung in der Art Michael Moores erwartet, wie das Titelbild vermuten lassen könnte, wird enttäuscht sein. George W. Bush kommt praktisch nicht vor, obwohl die Präsidentenwahlen im Jahr 2000 ein Thema sind.
  Barry schreibt über aberwitzige Tatsachen und dafür hat er offensichtlich einen Riecher, besonders einige Anekdoten aus Florida sind an Absurdität kaum zu überbieten. Das er es auf besonders witzige Weise zu beschreiben versucht, ist meist eher eine Schwäche des Buches. Oft hat man den Eindruck, dass er krampfhaft jedem Kalauer hinterherläuft. Der eine oder andere Spruch von ihm ist wirklich gelungen aber dann scheint er oft wieder krampfhaft eine witzige Formulierung aus der Feder gepresst zu haben. Hätte er sich dabei mehr zurück genommen und auf die ohnehin irrwitzigen Tatsachen beschränkt, wäre das Ergebnis wahrscheinlich nicht weniger humorvoll gewesen, hätte aber weniger plump gewirkt.
  Er schreibt offensichtlich für ein Publikum, dass nicht unbedingt sonderlich über Politik informiert sein muss. Was den europäischen Lesern natürlich entgegenkommt, weil kaum raffinierte Seitenhiebe darin vorkommen, die man hierzulande kaum verstehen würde. Dave Barrys Politsatire bewegt sich in eher seichten Gewässern, was bei diesem Titel eigentlich nicht überraschen sollte. Sein aktueller Roman „Tricky Bussiness“ ist eindeutig gelungener. Aber es bleibt auch in „Die Achse des Blöden“ genug zum Lachen.

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