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Robert Gordon
Muddy Waters
Pate des Electric Blues
(Can’t Be Satisfied – The Life and Timesof Muddy Waters, 2002)

Hannibal
2004
Übersetzt von Dr. Rüdiger Hipp und Henning Dedekind
367 Seiten
€ 25,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 15.06.2004

  Muddy Waters, als McKinley A. Morganfield 1913 im Mississippidelta geboren und auf den Baumwollfeldern arbeitend aufgewachsen, begann sich bald für die dortige Blues-Musik zu begeistern. Aber die dortigen Möglichkeiten waren begrenzt und so ging er, nachdem er bereits eine gewisse Bekanntheit erreicht hatte, 1943 nach Chicago. Nach einem etwas holprigen Start, begann seine Karriere beim Chess-Label der gleichnamigen Brüder gleichzeitig mit anderen Blues-Legenden, wie Howlin’ Wolf, John Lee Hoocker, B. B. King usw.
  Muddy prägte den Blues der mit Buttelneck gespielter elektrisch verstärkten Gitarre als dominierendes Instrument neben der Mundharmonika. Und er spielte den Hotchie Cotchie Man nicht nur als Lied, bei seinen zahllosen Frauengeschichten hatte er zahlreiche Kinder gezeugt. Und seine Welt war gewalttätig, eine Pistole gehörte zum normalen Handgepäck. Muddy selbst war aber kein ausgesprochen gewalttätiger Mann, in seinen Bands sah es da aber oft anders aus..
  Als der Rock&Roll in den 50er-Jahren immer populärer wurde, verlor sich das Interesse an Blues zunehmend und der neue Star bei Chess war Chuck Berry. Erst als sich in den 60er-Jahren auch ein weißes Publikum für den Blues zu interessieren begann, erlebte Waters wieder ein Comeback. Die Rolling Stones nannten sich nach einem seiner Lieder und machten seine Songs weit über sein sonstiges Publikum hinaus populär. Auch andere Stars, wie Jonny Winter oder Eric Clapton spielten seine Titel und so wurde er zu einem der Urväter der Rockmusik. Am 29. April 1983 starb dieser, zur Legende gewordene geniale Musiker.
 
  Nach jedem Kapitel in Robert Gordons Biographie gibt es einige Seiten mit oft recht ausführlichen Fußnoten. So kann jeder Interessierte die detaillierteren Informationen raussuchen, ohne ganz ans Ende des Buches blättern zu müssen. Eine praktische Lösung.
  Auch die Anhänge bieten noch recht interessante Zusatzinfos. Besonders die Kaufempfehlungen sind bei den zahllosen Best-of-Alben auf dem Markt recht hilfreich.

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