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Agatha Christie
Tod auf dem Nil
Hörbuch

Hörverlag
2003
€ 9,99 [D]


Von Alfred Ohswald am 05.06.2004

  „Tod auf dem Nil“ gehört wohl, nicht zuletzt wegen der Verfilmung mit Peter Ustinov, zu den bekanntesten Agatha Christie-Krimis. Eine Gruppe illustrer Personen macht als Touristen eine Fahrt den Nil hinaus. Und hier kommt eine der Stärken der Autorin besonders zur Geltung, das Erschaffen und Beschreiben etwas exzentrischer, oft ein wenig versnobter Charaktere. Bei ihr wirken selbst Amerikaner oder andere Landsleute „very britisch“. Ihr Held, der Belgier Hercule Poirot passt da hervorragend hinein.
  Als die reiche, schöne und frisch verlobte Linnet Ridgeway ermordet wird, fällt der Verdacht zuerst auf die Ex-Geliebte ihres Mannes, Jacqueline de Bellefort. Sie hat ihr nicht verziehen, dass sie ihr den Mann ausgespannt hat. Poirot stellt aber schnell fest, dass sie als Täterin nicht in Frage kommt, aber damit wird der Fall erst richtig kompliziert.
 
  Durch die starke Kürzung, die notwenig war, um das Buch auf ca. 200 Minuten (3 CDs) zu komprimieren, erinnert das Hörbuch recht stark an den Film. Nur die ziemlich ausführliche Einführung der Charaktere, die noch außerhalb Ägyptens spielt, ist anders.
  Trotz der Bemühungen Thomas M. Meinhardts, jeder Figur eine eigene Stimmlage zu geben, ist es nicht ganz leicht, sie immer auseinander zuhalten. Ein generelles Problem bei Hörbüchern mit vielen Figuren, dem man nur mit mehreren Vorlesern für die verschiedenen Protagonisten, ähnlich einer Hörspielproduktion, etwas abhelfen könnte. Ein kostspieliges Unterfangen. Durch den Bekanntheitsgrad der Handlung sollte es aber trotzdem nicht schwer fallen, ihr zu folgen.

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