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Eliette Abécassis
Die Jesus-Verschwörung
(Qumran, 1996)

Hoffmann & Campe
1997
Übersetzt von Brigitte Große
415 Seiten
Euro: 22,50


Von Alfred Ohswald am 13.12.1999

  Der junge Israeli Ary ist Mitglied der streng gläubigen und traditionalistischen jüdischen Sekte der Chassidim. Eines Tages wird sein atheistischer Vater von einem Freund vom Geheimdienst Israels gebeten eine verschwundene, uralte Schriftrolle zu finden. Einer der Besitzer dieser Rolle wurde auf bestialische Weise ermordet. Diese Schriftrolle gehört zu den berühmten Schriftrollen, die in Qumran gefunden wurden und ungefähr aus der Zeit stammen, in der Jesus wirkte.
  Ary begleitet seinen Vater um ihn zu beschützen, und bald stellt sich die Gefährlichkeit ihrer Mission heraus. Kurz nachdem sie ehemalige Besitzer der Schriftrolle aufgesucht haben, werden diese gekreuzigt tot aufgefunden. Jemand scheint mit allen Mitteln das Auffinden des brisanten Schriftstückes verhindern zu wollen.
 
  Der mit reichlichen Zitaten aus der Bibel und den Qumran-Rollen durchsetzte Thriller steigert die Spannung in den ersten zwei Dritteln gekonnt. Allerdings hat er stark religiöse Tendenzen und das sehr lange Ende treibt den mystischen Aspekt allzu sehr auf die Spitze. Ist der Roman bis dahin ein wirklich nicht schlechter Thriller, wird er dann doch zunehmen esoterisch und präsentiert ein etwas gar zu großartiges Ende. Manchen Leser mag das nicht stören, aber für den durchschnittlichen Leser wirkt das Ganze vermutlich dadurch schlußendlich gar zu übertrieben. Insgesamt überwiegt aber der positive Eindruck und darum ist der Roman trotz des Kritikpunktes durchaus lesenswert.

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