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Jürgen Roth
Die Gangster aus dem Osten
Neue Wege der Kriminalität

Europa Verlag
2004
318 Seiten
€ 17,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 11.05.2004

  In seinem neuen Buch beschäftigt sich Jürgen Roth wieder mit seinem Spezialgebiet, der organisierten Kriminalität in den Ländern der ehemaligen UDSSR und ihrer Satellitenstaaten. Besonders intensiv nimmt er dieses Mal die kriminellen Strukturen in St. Petersburg unter die Lupe und dadurch auch den russischen Präsidenten Putin. Aber auch andere Gruppierungen kommen, auch durch ihre vielfältigen Verflechtungen untereinander, vor.
  Er beginnt mit dem Vorwurf deutscher Politiker an Lichtenstein wegen der dort angeblich überhand nehmenden Wirtschaftskriminalität vor einigen Jahren. Lichtenstein lies diese Vorwürfe untersuchen und die dabei aufgedeckten Fälle beschreibt Roth. In der Folge zeigt sich aber deutlich, dass Deutschland eben sowenig wie auch Österreich und die Schweiz reichliche Gründe hätten, vor der eigenen Haustür zu kehren.
  In Deutschland behindert die Politik die Aufklärung durch Sparmaßnahmen, politischen Rücksichtnahmen und unter Druck der Wirtschaft immer stärker. In Österreich sind sowohl die Politik als auch die Exekutive beträchtlich korrumpiert.
  Am Ende zeigt Roth noch deutlich die zu erwartenden Gefahren durch den Beitritt der neuen Länder zur EU anhand zweier Beispiele aus Bulgarien und Tschechien. Auf dieses Thema geht auch Hermann Lutz, Präsident der Europäischen Polizeigewerkschaften in seinem Nachwort ein.
 
  Das Buch sorgte bei seinem erscheinen für beträchtlichen Wirbel (genaueres unter http://www.juergen-roth.com/gangsterausdemosten_ausz1.html), einige Stellen mussten aufgrund von Gerichtsurteilen geschwärzt werden. Sicher, Jürgen Roth spekuliert teilweise auch, aber darüber lässt er die Leser nie im Unklaren. Wer sich zu diesem Thema informieren möchte oder einmal eine real begründete Gänsehaut angesichts der haarsträubenden Umstände bekommen möchte, sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen.

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