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Bernhard Sinkel
Bluff

dtv
2003
278 Seiten
€ 14,50 [D]


Von Alfred Ohswald am 04.05.2004

  Als Kind wurde Raoul Levkowitz wegen seines fotographischen Gedächtnisses vom Stasi-Offizier Kasunke zwangsadoptiert und in eine Eliteschule gesteckt. Dabei wurde seine Mutter von Kasunke so stark unter Druck gesetzt, dass sie zusammenbrach und Selbstmord beging. Raoul erzählte man, sie wäre in den Westen geflüchtet und hätte ihn im Stich gelassen.
  Nach dem Fall der Mauer findet Raoul die Wahrheit heraus und will sich an Kasunke rächen. Das geht aber gründlich daneben und eine Frau, in die sich Raoul verliebt hat, wird dabei von Kasunke erschossen. Er setzt sich danach nach Moskau und später nach Amerika ab, wo er dem CIA für die Aufnahme in ihr Zeugenschutzprogramm eine Liste noch nicht gefasster, ehemaliger Ostspione liefern soll. Raoul ist ihm weiter auf der Spur, wird aber jetzt auch selbst vom CIA aufs Korn genommen.
 
  Ein hervorragender Thriller vom deutschen Autor Sinkel, der sich locker mit manchen Bestsellerautor des Genres messen kann und dazu noch deutlich differenzierter ist. Hier kämpfen nicht die edlen, guten Amerikaner gegen die bösen Buben vom Rest der Welt.
  Geschickt setzt Sinkel das Erzählen in verschiedenen Zeitebenen ein, um die Spannung zu steigern. Der recht geradlinige Plot gewinnt dabei auch zunehmend an Komplexität. Die beiden Hauptfiguren sind nicht unbedingt besonders vielschichtig, aber durch die Beschreibung ihrer gemeinsamen Vergangenheit interessant genug.
  Wer Spionagethriller gerne liest, liegt mit „Bluff“ auf keinen Fall falsch.

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