Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Raymond Chandler
Erpresser schießen nicht
(Blackmailers don’t shoot)

Deutsche Grammophon
2004
Übersetzt von Hans Wollschläger
€ 7,99 [D]


Von Alfred Ohswald am 27.04.2004

  Mallory, ein Privatdetektiv aus Chicago, wird in einen verwirrenden Fall in Hollywood hineingezogen. Es geht um Briefe einer bekannten Schauspielerin, mit denen sie erpresst wird. Doch die Sache entwickelt sich zunehmend komplizierter, immer mehr zwielichtige Typen verfolgen ihre eigenen Ziele in dieser Sache und auch die Schauspielerin scheint schließlich nicht ganz stubenrein zu sein.
 
  Eine recht komplexe Erzählung Chandlers im unverwechselbaren Stil der „Schwarzen Krimis“ mit ihren lässigen aber beinharten Figuren und den blumigen, schon an der Grenze zur Parodie wandelnden Metaphern. Überraschende Wendungen, lockere Sprüche und Tote gibt reichlich, manchen Autoren würden sie für ihr Lebenswerk reichen. Dafür sind unschuldige Helden Mangelware, abgesehen von der Hauptfigur, der nur ein Zyniker ist und damit in der Einschätzung seiner Mitmenschen durchwegs richtig liegt.
  Chandlers Stil eignet sich hervorragend für Hörbücher und Günter Lamprecht ist, abgesehen von einigen holprigen Stellen, ein recht guter Vortragender. Eine runde Sache also.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.