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Terry Pratchett
Maurice, der Kater
Ein Märchen von der Scheibenwelt
(The Amazing Maurice and his Educated Rodents, 2001)

Manhattan
2004
Übersetzt von Andreas Brandhorst
287 Seiten
€ 18,- [D]


Von Alfred Ohswald am 15.04.2004

  Einige Ratten, die am Müllhaufen der Unsichtbaren Universität lebten, wurden plötzlich intelligent und konnten sprechen. Maurice, der Kater hatte eine von ihnen gefressen und erlitt das gleiche Schicksal. Er konnte die Ratten und einen jungen Flötenspieler zu gemeinsamen Unternehmungen überreden. Die Rattern machten eine Stadt unsicher und der Flötenspieler befreite die von diesem Problem gegen entsprechende Entlohnung.
  Die Ratten sind der Sache aber bald überdrüssig und Maurice kann sie nur noch zu einem letzten Mal überreden. Doch in dem kleinen Ort Bad Blintz scheint etwas nicht zu stimmen. Zwei zwielichtige Rattenfänger treiben sich dort herum und die Ratten finden in den Gängen unter der Stadt keine lebenden Ratten mehr und es wimmelt geradezu vor Fallen und Gift. Ein furchtbares Geheimnis lauert unter der Stadt.
 
  Ein Märchen in der ohnehin schon reichlich fantastischen Scheibenwelt scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Eigentlich ist es nur ein weiterer Scheibenweltroman, der in England allerdings als Jugendbuch geführt wird. Eigentlich unnötig, wer Pratchetts Humor liebt, wird auch in diesem Buch gut unterhalten, wer ihn nicht mag, wird hier seine Meinung nicht ändern. Es ist ein typisches Pratchett-Buch, vielleicht etwas weniger komplex, aber die Grundstimmung bleibt gleich.
  Auch der moralische Zeigefinger ist vielleicht etwas ausgeprägter, besonders was den Umgang der Menschen mit Ratten betrifft. Allerdings bietet es für rattengeplagte Menschen auch keine Lösung, zumindest, wenn es sich um keine sprechenden Ratten handelt. Eine nette, recht unterhaltsame Rattenfänger-von-Hameln-Variante in typischer Pratchett-Manier.

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