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Jim Crace
Satans Speisekammer
(The Devil’s Larder, 2001)

btb
2004
Übersetzt von Walter Ahlers
207 Seiten
€ 8,50 [D]


Von Alfred Ohswald am 03.03.2004

  64 Kurzgeschichten rund ums Essen und Lebensmittel. Das ergibt ca. 3 Seiten pro Geschichte. Es sind also großteils sehr kurze Texte, wobei die letzte alle Rekorde schlägt, sie lautet komplett: „Ach, Süße.“ Aber sonst bewegt sich die Länge schon meist zwischen 1 und mehreren Seiten, von kurzen Blitzlichtern bis zu richtigen Erzählungen.
  Ebenso unterschiedlich ist die Art der Texte, von witzigen Pointen über sentimentale Erinnerungen bis zu seltsamen Ritualen beschreibt Crace Menschen im Umgang mit Lebensmitteln, ihr Verhältnis zum Essen und mehr oder weniger ungewöhnliche Erlebnisse beim Essen oder mit Lebensmitteln. Kaum einmal spielen spezielle Rezepte oder besonders exquisite Gerichte eine Rolle.
  Crace erzählt von einem Restaurant, wo der Koch lästige Gäste regelmäßig mit verdorbenen Muscheln beglückt, was für eine beachtliche Zahl neugieriger einheimischer Gäste in seinem Lokal sorgt. Oder von der späten literarischen Rache eines talentierten Dichters an seiner erfolgreichen Kollegin, die als Autorin einer Gesundheitsbibel früher als er das Zeitliche segnete. Auch das schlichte Zubereiten eines Amen-Eis mit Hilfe eines Kirchenliedes kann bei ihm Thema sein. Und immer wieder Essens-Rituale aus der Kindheit, die dem Erwachsenen in der Fremde diese Zeit, die Eltern und die Heimat für kurze Zeit in Erinnerung rufen.

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