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Ray Bradbury
Geisterfahrt
(Driving Blind, 1997)

Diogenes
2000
Übersetzt von Monika Elwenspoek
265 Seiten
€ 19,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 07.02.2004

  Ray Bradbury ist zwar in erster Linie für seine Romane, wie „Fahrenheit 451“ oder „Die Mars-Chroniken“ bekannt, war aber ein sehr produktiver Autor von Erzählungen und Kurzgeschichten. In den 21 Kurzgeschichten in „Geisterfahrt“ geht es nicht nur um übersinnliches, wie der Titel vermuten lassen könnte. Das Spektrum ist viel breiter, von nostalgischen Erinnerungen mit biographischen Hintergrund über witzigen, etwas in die Richtung von Roald Dahl gehende, bis zu Gruselstorys ist alles Mögliche vertreten.
  Ebenso schwankt die Qualität von ziemlich belanglosen, nicht sonderlich aufregenden Kurzgeschichten bis zu wahren Perlen.
  Eine der klassischen Gruselstorys ist „Ricke racke“, in der ein Mann sich einen Müllschlucker zum Zweck der Entsorgung seiner alten Schwiegermutter kauf. Obwohl das Ende ziemlich voraussehbar ist, ist die Geschichte doch wirklich gut erzählt.
  Das gilt im Übrigen für viele Bradbury-Geschichten. Er ist nicht unbedingt ein Meister der überraschenden Wendungen und Überraschungen, aber erzählen kann er. Egal, ob er nostalgisch und voll Schwermut die Stimmung eines schönen Erlebnisses in der Vergangenheit beschreibt oder sich witzig über das gespannte Verhältnis zwischen den Geschlechtern lustig macht. Bei Letzteren nimmt er übrigens eine sehr konservative Stellung ein.

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