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Frederick Forsyth
Der Veteran
(The Veteran, 2001)

Goldmann
2003
Übersetzt von Karl Laurenz und Kristian Lutze
382 Seiten
€ 8,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 30.12.2003

  Nach „In Irland gibt es keine Schlangen“ liegt jetzt mit „Der Veteran“ der zweite Erzählband des Polit-Thriller-Autors Frederick Forsyth vor. Und alle vier Erzählungen sind recht gut gelungen. Stilistische oder sonstige Überraschungen gibt es nicht, es sind alles konventionelle Erzählungen, meist mit der typischen, mehr oder weniger überraschenden Pointe am Schluss.
 
  In „Das Wunder“ trifft ein amerikanischer Tourist einen ungewöhnlichen Mann in einem alten Innenhof in der italienischen Stadt Siena, der ihm eine noch ungewöhnlichere Geschichte aus der Zeit am Ende des 2. Weltkriegs erzählt. Der Mann war Arzt bei den sich zurückziehenden deutschen Truppen und kämpfte im selben Innenhof einen hoffnungslosen Kampf um das Überleben von über 100 Verwundeten inmitten des Chaos und ohne die nötigen Mittel. Bis eine junge Frau in einer Ordenstracht auftaucht.
  Bei „Kunst und Können“ rächt sich ein junger Mitarbeiter eines Auktionshauses, der wegen einer Intrige gekündigt wurde. Gemeinsam mit seiner Freundin, einer Computerexpertin und einem ebenso bei dieser Intrige geschädigten arbeitslosen Schauspieler hecken sie einen gewitzten Plan aus, um den Urheber dieser Intrige in eine Falle zu locken.
  In der Titelgeschichte „Der Veteran“ wird ein älterer Mann, ein ehemaliger Soldat, bei einem Raubüberfall von zwei jungen Schlägern zu Tode geprügelt. Mühsam gelingt es der Polizei, die beiden Täter vor Gericht zu bringen. Es schaut recht positiv aus, bis sich ein Staranwalt für die Verteidigung zu interessieren beginnt.
  „Whispering Wind“ ist schließlich eine Liebesgeschichte, die die Zeiten überbrückt. Der junge weiße Scout Ben Craig überlebt als Einziger Custers Angriff beim Little Big Horn und wird von einer Cheyenne-Sippe aufgenommen. Als er sich jedoch in eine junge Indianerin verliebt, der er einst das Leben gerettet hat, muss er fliehen. Gemeinsam mit seiner Geliebten flieht er immer weiter in die Berge, einen Trupp Cheyenne und eine Abteilung Soldaten dicht auf den Fersen. Weit oben finden sie eines Abends Unterschlupf in einer Höhle, aber als er am nächsten Morgen aufwacht, hat sich vieles verändert.
 
  Bis auf „Kunst und Können“, der Satire auf den Kunstbetrieb, passen alle Erzählungen recht gut zum Buchtitel. Egal, ob es nur ein vermeintlicher Veteran oder ein sehr ungewöhnlicher Veteran ist. Die letzte Erzählung fällt ebenfalls in gewisser Weise ziemlich aus der Reihe, besonders für das sonst von Forsyth gewohnte:

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