Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Alois Brandstetter
Vom Schnee der vergangenen Jahre
(1979)

Residenz Verlag
2003
131 Seiten
€ 14,90


Von Claudia Janka-Chapó am 22.12.2003

  Diesen Herbst wurden die Winter- und Adventgeschichten des bekannten oberösterreichischen Philologen und Schriftstellers Alois Brandstetter neu aufgelegt. In dem 1979 erstmals erschienenen Buch erinnert sich der 1938 geborene Autor an Kindheitserlebnisse rund um die „stillste Zeit im Jahr“. In zehn köstlichen Geschichten, die zugleich erheitern und nachdenklich stimmen, gibt er dem Leser Einblick in seine Kindheit als Sohn des Müllers in einem kleinen Dorf bei Wels in Oberösterreich.
  Unsentimental und mit Freude zum Detail schildert Brandstetter die schwierigen Nachkriegsjahre in seiner ländlichen Heimat. Da erfährt man über seine ersten Schiversuche mit Fassdauben, die frühmorgendlichen Gänge zur Rorate-Messe im Advent, die Tücken des Eisstockschießens oder den sensationellen Erwerb des ersten Radiogerätes. Mit feinem Humor und dem ihm eigenen Wortwitz berichtet der Autor von alten Bräuchen wie Turmblasen und Sternsingen, aber auch von Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit wie etwa das alljährliche Einhängen der Winterfenster.
  Hat man erst einmal begonnen, fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Dem Professor für Deutsche Philologie an der Universität Klagenfurt gelingt es hier wieder einmal vortrefflich, den Leser mit seiner sprachlichen Treffsicherheit zu fesseln.
  Ein heiter-besinnliches Buch, das nicht nur zur Weihnachtszeit niveauvolles Lesevergnügen bereiten wird.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.