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Georges Simenon
Weihnachten mit Maigret
(Un Noel de Maigret, 1951)

Diogenes
1994
Übersetzt von Hans-Joachim Hartstein
97 Seiten
€ 7,90 [D]


Von Johann F. Janka am 03.12.2003

  Weihnachten wie andere Menschen zu feiern bleibt Maigret auch dieses Jahr versagt. Der kleinen kranken Colette von gegenüber ist am Heiligen Abend der Weihnachtsmann in ihrem Zimmer erschienen. Und so „erscheinen“ Colettes Tante Madame Martin getrieben von Mademoiselle Doncoeur, der neugierigen Nachbarin der Martins, an der Tür des in der Nachbarschaft „berühmten“ Kommissars. Schon bald stellt sich heraus, dass Colettes Vision keineswegs ihrer Fantasie entsprang und der Weihnachtsmann triftige Gründe hatte, um in das Haus zu kommen und in ihrem Zimmer nach etwas bestimmtem zu suchen. Maigret ermittelt in diesem Fall von zu Hause, beauftragt seine Inspektoren von seiner Wohnung aus und verlässt diese nur um ins gegenüberliegende Haus zu gehen um alles über den mysteriösen Besucher und die Hintergründe herauszufinden.
  Schlussendlich wird der Kommissar den oder die Schuldigen herausfinden und in Gewahrsam nehmen lassen. „Weihnachten mit Maigret“ unterscheidet sich von vielen anderen Geschichten dieser Kriminalreihe Simenons in erster Linie durch den Ort der Handlung.
  Als Beobachter von Simenons Maigret-Krimis hat man den Kommissar als Beschatter, Ermittler und pfeifenrauchenden Denker vor Augen, der seine „Opfer“ mit Hirn und Erfahrung dingfest macht und dessen „Jagdrevier“ weit über Paris hinausgeht. Hat der Autor das Heim seines Protagonisten schon hie und da in das Geschehen eingebunden, so rückt in dieser Maigret-Geschichte die Wohnung des Polizisten in den Mittelpunkt der Handlung. Der eingeengte Wirkungskreis als Rahmen dieses Romans erlaubt kleine Einblicke in Maigrets Privatsphäre. Weihnachten mit Maigret von Simenon – ein Klassiker für die besinnliche Zeit.

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