Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
William Gibson
Neuromancer
Hörspiel

Der Audio Verlag
2003
€ 22,95 [D]


Von Alfred Ohswald am 30.11.2003

  Case war als Hacker im Cyberspace unterwegs, Er besorgte für Auftraggeber Daten. Weil er einmal einen Kunden betrogen hat, wurde ihm ein Nervengift verabreicht, dass ihm das unmöglich macht.
  Als er kontaktiert wird, um wieder einen solchen Auftrag zu erfüllen und die Wirkung des Mittels aufgehoben wird, sagt er natürlich zu. Zusammen mit Molly, seiner Partnerin für diesen Auftrag, beginnt er für seinen Auftraggeber Armitage im Cyberspace zu suchen. Molly ist eine mit künstlichen Verbesserungen ausgestattete Kämpferin, die ihm Gegner in der Realität vom Hals halten soll.
  Mit der Zeit erfährt Case, dass sich sein Auftrag gegen die künstliche Intelligenz eines Konzerns zu richten scheint. Er gibt kaum Gefährlicheres im Cyberspace. Auch sein Auftraggeber scheint eine solche künstliche Intelligenz zu sein.
 
  Gibson begründete mit diesem Roman das Science-Fiction-Subgenre des Cyberpunk. Die Helden sind meist Underdogs, die sich in der Halbwelt und der Matrix des weltweiten Datennetzwerks bewegen und/oder sind mit im Körper eingebauter Technik „frisiert“. Mittlerweile ist dieses Subgenre wieder fast von der literarischen Bildfläche verschwunden. Nur Filme wie z.B. Matrix und Serien wie Shadowrun schlachten es noch aus.
  Ist im Roman der Handlung oft nicht leicht zu folgen, gilt das natürlich noch stärker für das Hörspiel, erst ab etwa der Hälfte bessert sich dieser Umstand. Wer das Buch nicht kennt, wird also keinen leichten Einstieg haben. Die Atmosphäre ist sehr dicht und wird durch die sehr gute Musikuntermalung noch deutlich verstärkt. Manche Sprecher übertreiben es etwas mit einem betont „lockeren“ Gestus bis an die Grenze zur Karikatur.
  Wirklich empfehlen kann man das Hörspiel also nur Leuten, die den Roman bereits kennen. Alle anderen müssen zumindest mit einem etwas schwierigen Einstieg in die Handlung rechnen.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.