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Lynda S. Robinson
Das Auge des Pharao
(Murder at the Feast of Rejoicing, 1996)

Aufbau Verlag
2001
Übersetzt von Nicole Hölsken
284 Seiten
€ 8,50 [D]


Von Alfred Ohswald am 28.11.2003

  Während sich Fürst Meren, Vertrauter des Pharao Tutanchamun, zu seinem Gut begibt, um sich zu erholen, holt sein Adoptivsohn Kysen heimlich die Mumien seines Vorgängers, des Ketzerpharaos Echnaton und seiner Frau Nofretete, um sie abseits der Öffentlichkeit zu begraben.
  Meren erwartet zu Hause ein Familienempfang, den seine Schwester gegen seinen Willen organisiert hat. Mit vielen Mitgliedern seiner Verwandtschaft verbindet ihn nicht gerade ein inniges Verhältnis und so lässt er die Feier wohl oder übel über sich ergehen.
  Als am nächsten Tag eine der Eingeladenen tot aufgefunden wird und bald darauf auch ihr Mann vergiftet wird, wird aus den Familienstreitigkeiten plötzlich bitterer Ernst. Jede Verdächtigung bringt alte Feindschaften erneut zum Aufkochen. Besonders Merens jüngerer, immer schon auf ihn eifersüchtiger Bruder und Bentanta, eine Freundin aus Kindertagen erscheinen besonders verdächtig. Meren will nicht recht daran glauben, doch die Indizien gegen sie häufen sich. Aber hinter den beiden Morden steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint.
 
  Nach „Der Falke des Pharao“ und „Der Spion des Pharao“ ist „Das Auge des Pharao“ der dritte Krimi um Fürst Meren, dem Vertrauten Pharao Tutanchamuns.
  Lynda S. Robinson ist Anthropologin und hat selbst an Ausgrabungen im Nahen Osten teilgenommen. Sie ist also „vom Fach“ und kennt die Materie, die ihr als Hintergrund für ihre Romane dient. Allerdings erlaubt sie sich durchaus einige Spekulationen über historische Figuren und Ereignisse, ohne allerdings die historischen Tatsachen völlig außer Acht zu lassen.
  „Das Auge des Pharao” ist aber in erster Linie ein Krimi, der historische Hintergrund spielt zwar auch eine Rolle, steht aber nicht im Zentrum der Handlung. Eher erinnert der Roman an klassische Krimis wie z.B. Agatha Christie, wo schlicht der Mörder unter einigen Verdächtigen gefunden wird. Die dabei typischen Geheimnisse der verschiedenen Protagonisten, die Stück für Stück vom „Detektiv“, hier der Fürst Meren, entdeckt werden, haben auch hier einen großen Anteil am Spannungsbogen. Und wie bei den klassischen Krimis, hat auch hier der Leser wenig Chancen, den Mörder zu entdecken, bevor die Autorin ihn preisgibt.

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