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Ewald Plachutta/Christoph Wagner (Hrsg.)
Das Kulinarisches Erbe Österreichs
Die 100 klassischen Gerichte

Deuticke
2002
349 Seiten


Von Johann F. Janka am 23.11.2003

  Eine Hommage an das kulinarische Österreich. Die Herausgeber Ewald Plachutta und Christoph Wagner haben mit „Das kulinarische Erbe Österreichs“ 100 klassische österreichische Gerichte unter „Denkmalschutz“ gestellt. Oftmals nur mündlich überlieferte alte Rezepte finden sich ebenso im Buch wie Wienerschnitzel, Steirisches Wurzelfleisch und Kalbsnierenbraten.
 
  Ein kleiner Auszug aus den 100 Klassikern soll Gusto auf mehr machen.
 Jiddische Hendlleber, Rindsuppe mit Schlickkrapfen und mit Bröselknöderl, Bregenzerwälder Kässuppe, Krautwickler, Grammelpogatschen, Gebackener Waldviertler Karpfen, Tirolerleber, Kalbsbeuschel, Tafelspitz, Kochsalat mit Erbsen, Kalbsnierenbraten, Katzeng’schroa, Vanillerostbraten, Reisauflauf, Dukatenbuchteln, Kastanienreis mit Schlag, Heidelbeerdatschi, Polsterzipf, Vanillekipferl... sind nur einige traditionelle Rezepte aus Österreichs Küche.
 
  Das edel wirkende Papier samt Druck und der gänzliche Verzicht auf Abbildungen reiht dieses Buch mit Rezeptansammlungen aus ganz Österreich in eine besondere Riege.
  Obwohl schön anzusehen - das Auge isst bekanntlich immer mit - sind großformatige Glanzbilder noch kein Garant für eine gutes Kochbuch. Nur zu oft verleiten die Illustrationen der extravaganten Rezepte eben dieser Koch-Bild-Bände zum selber Probieren und häufig scheitert man schon an der Beschaffung oder am Preis der Zutaten.
  Das Gegenteil ist bei „Das kulinarische Erbe Österreichs“ der Fall. Viele Rezepte in dem Band hat man schon lange nicht mehr genossen oder zubereitet, ja vielleicht sogar vergessen. Um so größer die Freude, wenn man sie wieder vor sich sieht und in Erinnerung ruft und gleich nachkocht.
  Wenn von der EU auch nicht alle Namen für Österreichs typischen Speisen durch Gesetze geschützt werden können, so kann man mit einem Werk wie diesem die traditionelle Küche Österreichs lebendig erhalten. So können unsere Kinder und Enkelkinder zumindest nachlesen, wie die Küche unseres Landes vor Burgern, Nuggets und anderen „Schnellen Essen“ aussah. Neben dem „Erbe“ hat das kulinarische „Denkmalschutzbuch“ von Plachutta und Wagner den weiteren großen Vorteil, dass jedes Rezept auch in Englisch abgedruckt ist. Einfach das Buch auf den Kopf stellen und die englische Version steht bereit, nachgekocht zu werden. „Das kulinarische Erbe Österreichs“, ein Kochbuch als internationaler Botschafter des Schnitzels und der gerösteten Leber, das in keinem Buchregal jedes Feinschmeckers und Liebhaber der Austrian Cuisine fehlen sollte.

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