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Sabina Naber
Die Namensvetterin

Rotbuch Verlag
2002
308 Seiten
€ 18,- [D]


Von Alfred Ohswald am 22.11.2003

  Ein grausamer Mord ist in Wien geschehen, eine Hälfte eines berühmten weiblichen Kabarettduos wurde getötet und danach verstümmelt. Offensichtlich gab es eine starke sexuelle Komponente, weil die Verstümmelungen den Brust- und Genitalbereich betrafen.
  Schon nach kurzer Zeit erfahren die Kommissarin Maria Kouba und Phillip Roth, dass das attraktive Mordopfer ein überaus aktives Sexualleben hatte und auch häufig in Swinger-Clubs verkehrte. Das ergibt natürlich ein breites Feld für Verdächtige.
  Maria, seit der Trennung von ihrem letzten Partner, sexuell vernachlässigt, hat ein zwischen heftiger Abneigung und Anziehung schwankendes Verhältnis zu ihrem Assistenten. Und die ständige Konfrontation mit Sexualität durch den Fall und in den Clubs stürzt sie zunehmen in Verwirrung.
 
  Dieser Romanerstling der österreichischen Autorin fällt durch den gekonnten Schreibstil, die interessanten, gut beschriebenen Charaktere und Dialoge auf, die Krimihandlung selbst ist Durchschnitt.
  Besonders ins Auge fallen aber die zahlreichen Sexszenen, besonders bei der Hauptfigur dreht sich fast alles nur mehr um dieses Thema. Sabina Naber beherrscht die Beschreibung dieses Themas zwar auffallend gut, was nicht unbedingt selbstverständlich ist, aber es nimmt zu breiten Raum ein. Manchmal bekommen die Leser den Eindruck, der Krimi diene nur als Vehikel zum Beschreiben der sexuellen Abenteuer der Kommissarin und einem Lobgesang auf Swinger-Clubs.
  Trotzdem überwiegen die positiven Aspekte und die vielen deftigen Sexszenen sind ja nicht generell als negativ zu bewerten.

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