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Antje Babendererde
Wundes Land

Merlin Verlag
2003
313 Seiten
€ 19,50 [D]


Von Alfred Ohswald am 09.11.2003

  Die junge Deutsche Ellen besucht im Dienste eines Hilfsprojekts die Lakota in ihrem Reservat. Sie soll den Bau einiger Häuser begutachten und heimlich Bodenproben nehmen. Bohrlöcher von Probebohrungen nach Uran wurden nicht ordnungsgemäß verschlossen und häufige Krebsfälle lassen auf daraus entweichende Radioaktivität schließen.
  Neben den anfänglichen Widerständen der Indianer gegen eine Außenstehende, stößt sie auf einen Konflikt unter ihnen. Eine Gruppe unterstützt die Probebohrungen und andere Wirtschaftsprojekte, weil sie sich davon viel Geld erhoffen, die andere Gruppe will ihr Land unverändert lassen. Der Vater ihres Kontaktmannes Tom Blue Bird ist der Wortführer der Gruppe mit wirtschaftlichen Interessen, seine Frau kämpft dagegen.
  Bei dem Entnehmen einer Bodenprobe an einem Fluss rettet sie den einem Mann namens Keenan das Leben, nachdem er Opfer eines Mordanschlages wurde, bringt ihn in ihr Hotelzimmer und verbindet seine Wunden. Sie hören im Radio, dass er eines Mordes beschuldigt und von der Polizei gesucht wird. Hellen glaubt nicht daran und beschließt, ihm zu helfen. Damit verwickelt sie sich aber selbst tief in die Auseinandersetzungen der Indianer und gerät selbst in Gefahr.
 
  Nach „Der Pfahlschnitzer“ und „Der Walfänger“ der dritte Roman von Antje Babendererde über das Leben der Indianer heute. Wieder ist eine weiße Frau, die ein Indianerreservat besucht und in Konflikte zwischen den Indianern gerät, die Hauptfigur und wieder flicht sie etwas Krimihandlung mit ein. Auch stilistisch erinnert das Buch an die beiden Vorgänger, keine Überraschung also, weder positive noch negative.
  Wer sich für das Thema interessiert oder ihre anderen Bücher gern gelesen hat, liegt hier also richtig. Wer die Autorin erst kennen lernen möchte, dem ist „Der Pfahlschnitzer“ oder „Der Walfänger“ wahrscheinlich eher zu empfehlen.

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