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Peter Ustinov
Achtung! Vorurteile
(2003)

Hoffmann & Campe
286 Seiten
€ 19,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 11.10.2003

  Peter Ustinovs Widerwille gegen Vorurteile kann man in jedem seiner Bücher und Artikel leicht erkennen. Jetzt hat er mit Unterstützung von Harald Wieser und Jürgen Ritte ein eigenes Buch zu dem Thema geschrieben. Es ist sein erstes in deutscher Sprache geschriebenes Buch.
  Kein Roman, sondern in Form von Anekdoten rückt er den verschiedenen Formen von Vorurteilen zu Leibe. Von den kleinen, oft sympathisch skurrilen, zu den großen, mörderischen Vorurteilen bringt, neben meist kurzen Erklärungen und seinem Standpunkt, eine oder mehrere Beispiele. Ironie und Witz ist dabei seine stärkste Waffe und gleichzeitig Unterstützung bei seiner Argumentation.
  Dieser Umstand macht das Lesen seiner Texte, auch bei einem so ernsten Thema, zuerst einmal zu einem Vergnügen. Ustinov versteht es, seine Leser gut zu unterhalten. Dabei bleibt er keineswegs oberflächlich und bezieht mitunter harte Positionen. Bei aller Toleranz, lässt er doch keinen Zweifel an seinem Ärger über Bush und seine Regierung. Und er scheut auch vor harten Aussagen nicht zurück, wie: „Der Terrorismus, der im furchtbaren 11. September kulminierte, ist ein Krieg der Armen gegen die Reichen. Der Krieg ist ein Terrorismus der Reichen gegen die Armen.“
  Aber derartige Härte ist bei Ustinov die Ausnahme, häufiger versucht er selbst diese Menschen zu verstehen, schreibt über moralische Vorbilder, über die kleinen, harmlosen Eigenheiten der Menschen oder seine Erlebnisse mit verschiedenen prominenten Persönlichkeiten. In Letzteren, der Anekdote, ist er der unübertroffene Meister.

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