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Rebecca Gablé
Die Siedler von Catan
(2003)

Ehrenwirth
796 Seiten
€ 24,90 [D] 25,60 [A] 42,- sFr


Von Alfred Ohswald am 17.09.2003

  Die Ziehbrüder Candamir und Osmund leben mit ihrem Stamm an einer Küste im Norden. Bei einem Überfall werden ihnen Frauen und Vorräte geraubt und ein Hungerwinter verursacht. Der wohlhabende Händler Olaf berichtet ihnen von einer bewohnbaren Insel südlich von England, zu der ihn einst ein Sturm verschlagen hat und rät ihnen, die Reise dorthin zu wagen. Die Meisten von ihnen, auch Candamir und Osmund, schließen sich ihm an und nach einer turbulenten Reise gelangen sie tatsächlich auf eine Insel. Es ist zwar nicht die von Olaf schon einmal besuchte Insel, aber sie ist gastlich und menschenleer und so bleiben sie.
  Die Insel wird von ihnen für das legendäre, paradiesische Catan gehalten, dass einst Göttervater Odin für eine Angebetete schuf. Die Insel bietet alles nötige zum Leben im Überfluss, nur ihre persönlichen Konflikte haben sie mitgebracht. Der herrschsüchtige Olaf sorgt als Erster für Spannungen, die immer mehr zu eskalieren drohen. Ein zweiter Streitpunkt ist der sächsische Sklave Candamirs, der dem christlichen Glauben anhängt und einige Cataner dazu bekehren kann.
 
  „Die Siedler von Catan“ war das „Spiel des Jahres 1995“ und sein langer Zeit das wohl erfolgreichste Gesellschaftsspiel. Es geht dabei darum, eine Insel mit Hilfe der vorhandenen Ressourcen Holz, Lehm, Korn, Schafe und Erz zu bevölkern.
  Rebecca Gablé macht daraus einen historischen Roman aus mit den Wikingern des 10. Jahrhunderts. Allerdings kommen keine historischen Figuren und kaum reale Länder darin vor. Catan ist hier eine nicht näher bestimmte Insel ungefähr vergleichbar mit den kanarischen Inseln.
  Dabei sind ihr vor allem die Charaktere wirklich bemerkenswert gelungen. Vielschichtig und sich im Laufe der Ereignisse verändernd. Bösewichte mit ihren positiven, Helden mit ihren dunklen Seiten. Die Handlung selbst dreht sich um die wechselvollen Verhältnisse dieser Figuren zueinander, der Aufbau eines neuen Lebensraums bietet dabei nur den Hintergrund. Gablé macht es dabei dem Leser nicht immer einfach, sich mit ihren Helden zu identifizieren. Ein eher ungewöhnlicher Roman für die Bestsellerautorin, die mit ihren historischen Romanen aus dem englischen Mittelalter berühmt wurde.

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