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Harald Haarmann
Lexikon der untergegangenen Sprachen

C. H. Beck Verlag
2002
228 Seiten
€ 12,90 [D] 13,30 [A]


Von Rudolf Kraus am 04.09.2003

  Dieses Lexikon des bekannten Sprachwissenschaftlers Harald Haarmann stellt einerseits eine wichtige Ergänzung zum „Kleinen Lexikon der Sprachen“ vom Autor dar und liest sich auf der anderen Seite spannender als mancher Abenteuerroman. Aus den Tausenden Sprachen, die im Laufe der Geschichte untergegangen, verschwunden oder ausgerottet wurden, beschreibt der Autor in diesem Lexikon die mehr als 100 wichtigsten Sprachen, die in unterschiedlicher Ausformung die deutsche Sprache und Kultur beeinflusst haben. Sei es durch bestimmte Wörter oder Sprichwörter oder durch Verhaltensweisen, Bräuche und Riten.
  Viele der hier genannten Sprachen sind heutzutage vollkommen unbekannt bzw. in Vergessenheit geraten. Wer kann mit Guantschisch schon etwas anfangen und zuweisen, dass dies die Sprache der Ureinwohner der Kanarischen Inseln war.
  Ausgesprochen interessant sind jene Sammelartikel, die sich auf einen größeren geographischen Raum beziehen, wie zum Bespiel „Afrika, ausgestorbene Sprachen“ oder selbiges für Asien, Europa usw.
  Die Beiträge zu den jeweiligen Sprachen oder Sprachbereiche sind relativ kurz gehalten und beschreiben das Verbreitungsgebiet, die Blütezeit und ungefähres Verschwinden sowie eine kurze Sprachgeschichte.
  Eine Landkarte, welche die Verbreitung indoeuropäischer und afroasiatischer Sprachen im Mittelmeerraum veranschaulicht, ergänzt wunderbar dieses Lexikon. Zudem beschließen eine umfassende Bibliographie und ein Register dieses handliche Lexikon.

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