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Lambert Schneider / Christopher Höcker
Die Akropolis von Athen
Eine Kunst- und Kulturgeschichte

Primus
2001
251 Seiten
€ 39,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 12.07.2003

  Das Buch beginnt ungewöhnlich. Zuerst wird die Geschichte der Akropolis in etwa den letzten 200 Jahren beschrieben. Die Geschichte ihrer archäologischen (Wieder)-Enddeckung und Rekonstruktion. Was dabei zerstört wurde oder entwendet wurde und z.B. noch heute für Zwist zwischen dem griechischen Staat und dem British Museum sorgt. Auch ihre ideologische und idealistische Wirkung für den Westen und ihre Rolle im griechischen Freiheitskampf gegen die Türken werden beschrieben.
  Erst dann beginnt eine ausführliche, chronologische Beschreibung der Entstehung und Geschichte des berühmten Bauwerks in aller Ausführlichkeit und gelungen Illustriert. Diese Illustrationen sind besonders erwähnenswert, weil das Hauptaugenmerk nicht auf besonders schönen Bildern liegt, sondern sie den Text anschaulich hervorragend unterstützen. Wie ausführlich die Beschreibung ist, mögen vielleicht die Titel der ersten beiden Kapitel dieses Teils verdeutlichen: „Geologie, Klima, Vegetation“ und „Siedlungsreste aus der Steinzeit“. Natürlich findet die Glanzzeit der griechischen Demokratie ausführliche Erwähnung, aber auch die Akropolis als byzantinische Kirche oder osmanischer Harem werden nicht zu knapp berücksichtigt.
  Das Buch geht also den Weg vom aktuellen Zeitpunkt zurück an den Anfang und dann wieder langsam zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
  Die Autoren berücksichtigen dabei auch, dass die Akropolis, im Gegensatz zu ihrer Bekanntheit, in einigen Punkten (z.B. Vorgängerbauten) unter den Wissenschaftlern keineswegs unumstritten ist. Neben allem Wissenswerten über dieses berühmte Gebäude erfährt der Leser auch einiges über die Praxis der Archäologie im Wandel der Zeiten.

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