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Rebecca Gablé
Das letzte Allegretto
(1998)

Lübbe
2003
382 Seiten
€ 6,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 27.06.2003

  Magnus Wohlfahrts Vater stirbt und vererbt ihm seine Firma. Und damit beginnen seine Probleme. Es stellt sich heraus, dass sein Vater ermordet wurde und vorher von der Mafia erpresst wurde, damit sie über seine Firma Geldwäsche betreiben kann. Auch Magnus wird in eine Falle gelockt. Sein Steuerberater wird ebenfalls ermordet und die Mafia bastelt ein paar Beweise, die ihn als den Mörder hinstellen. Zu allem Übel wird die Kokainsucht seines jüngeren Bruders immer schlimmer und die Lebensgefährtin seines Vater beginnt ein Verhältnis mit Ambrosini, dem Boss der hiesigen Mafia.
  Er weiß, dass einige Angestellte in seiner Firma für Ambrosini spionieren und hat seine Sekretärin Natalie in Verdacht. Doch es stellt sich heraus, dass sie für die Polizei arbeitet. Sie beschließen zusammenzuarbeiten und Ambrosini das Handwerk zu legen. Aber der lässt sich nicht leicht in die Karten gucken und ist außerdem völlig skrupellos.
 
  Dieser Mafia-Krimi ist durchgehend flott geschrieben und durch reichlich Handlung entstehen nirgends Längen. Die Spannung bleibt vom Anfang bis zum Ende ständig auf hohem Niveau. Dieses Ende ist zwar nicht wirklich misslungen, erfüllt aber die aufgebauten Erwartungen nicht ganz. Etwas mehr Dramatik hätte der Bösewicht schon verdient. Sicher sind die Strukturen und Hintergründe der Mafia in der Realität vermutlich komplizierter aber ein Krimi soll ja auch flott lesbar bleiben. Und hier hat Gablé die richtige Mischung aus realistischen Fakten und spannender Fiktion gefunden. Es wirkt zwar etwas eigenartig, wenn z.B. die Polizistin einem erfolgreichen Geschäftsmann erklären muss, wie Optionsscheine funktionieren. Mit etwas mehr Mühe wäre da ein logischerer Weg möglich gewesen.
  Im Vergleich zu ihren beiden „Malecki“-Krimis schneidet „Das letzte Allegretto“ aber insgesamt besser ab. Trotz abwechslungsreicher Handlung wirkt das Buch geradliniger, mehr wie aus einem Stück gegossen. Man merkt dem Buch an, dass sich Rebecca Gablés schriftstellerisches Können gesteigert hat.

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