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Peter Horn
Gefährten des Windes

Macondo
2000
134 Seiten


thalia.at
amazon.de

 

 

Von Alfred Ohswald am 14.06.2003

  Der vierzehnjährige Manuel lebt mit seinem jüngeren Bruder Jakob bei seinen Großeltern. Seine Eltern sind bei einem Brand vor Jahren umgekommen und er kann sich nicht mehr an ihr Aussehen erinnern. Die Großmutter hackt ständig auf Manuel herum und der Großvater spricht kaum etwas. Manuel und Jakob halten eisern zusammen und wenn Jakob abends nichts einschlafen kann, erzählt Manuel ihm eine Geschichte die er sich selbst ausgedacht hat.
  Sie handelt von einem Jungen namens Robert, der seinen Vater bei archäologischen Ausgrabungen in der nordamerikanischen Wüste begleitet. Eines Tages entdeckt Robert ein seltsames Wesen in einem Canyon mit dem er dann eine wundersame Reise unternimmt.
  Manuel reagiert auf die Probleme daheim und seine Sehnsucht nach den Eltern mit Aggressionen. Vor allem in der Schule kommt es öfter zu unguten Vorfällen und ein Lehrer ist schon auf sein auffälliges Verhalten aufmerksam geworden.
  Manuel besucht immer wieder das Grundstück, auf dem das Haus seiner Eltern stand. Mittlerweile ist auch die Brandruine bereits beseitigt. Dort fällt ihm ein Mann auf, der ebenfalls öfter das Grundstück besucht.
 
  Eigentlich besteht das Buch aus zwei Geschichten, die abwechselnd erzählt werden. Da ist die Geschichte um Manuel und seiner Suche nach seinen Wurzeln und dann ist da noch die phantastische Geschichte, die Manuel seinem Bruder vor dem Schlafen erzählt. Natürlich reflektiert die Gute-Nacht-Geschichte oft die Ereignisse in Manuels Leben.
  Der Hauptcharakter des Buches ist mit seinen Gewaltausbrüchen eine ungewöhnliche Figur für einen Jugendroman. Peter Horn legt großen Wert auf Realismus. Schönfärberei gibt es keine, wenn man dass Happy-End nicht dazuzählt. Die besondere Atmosphäre seiner späteren Bücher hat „Gefährten des Windes“ aber noch nicht ganz.

 

 

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