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Pearl S. Buck
Ostwind - Westwind
Eine Chinesin spricht
(Eastwind - Westwind, 1934)

Piper
2001
191 Seiten


Von Alfred Ohswald am 30.04.2003

  Das chinesische Mädchen Kuei-lan wurde von ihrer Mutter streng nach der Tradition erzogen. Doch als sie dann den, schon lang mit ihr durch ihre Eltern verlobten Ehemann heiratet, erwartet sie eine große Endtäuschung. Er hat Medizin studiert und hält nicht viel von den Traditionen, meist verabscheut er sie sogar. Weil er ihre Heirat für erzwungen hält, läßt er Kuei-lan in Ruhe und hält Distanz zu ihr. Sie jedoch ist zutiefst verunsichert. Langsam entschließt sie sich, eine modernere Frau zu werden und damit das Interesse ihres Mannes an ihr zu wecken. Und es gelingt
  Als sie schließlich einen Sohn das Leben schenkt, sind alle glücklich. Auch die Familie ihres Mannes, obwohl sie sich weigern, ihren erstgeborenen Sohn der Familie zuu überlassen, wie es die Tradition vorschreibt. Aber dann kommt ein Brief ihres Bruders, den einzigen Sohn ihrer Mutter, der in Amerika studiert. Er will eine Amerikanerin heiraten, was für ihrer Mutter völlig undenkbar ist. Auf ihn wartet eine, sein langen Jahren mit ihm verlobte Frau aus guter Familie, eine Fremde zu heiraten ist für traditionelle Chinesen undenkbar.
 
  Wenige Länder waren so stark mit ihren Traditionen verbuunden, wie China. Deshalb war der Übergang in die moderne Zeit mit dem westlich dominierten Lebensstil und der Wissenschaft dort besonders schwierig und konfliktträchtig.
  Diese Zeit wird hier aus der Sicht einer jungen, noch traditionell erzogenen Chinesin beschrieben. Diese Chinesin berichtet ihrer Schwester über die Geschehnisse. Diese Schwester bleibt anonym und ohne eigene Stimme und ist eigentlich der Leser.
  Es gibt zwei Handlungsabschnitte. Zuerst geht es um die junge Chinesin selbst und ihren modernen Mann, die sich trotz verschiedener Konfliktbereiche, doch mit ihre Umgebung arrangieren. Im zweiten Teil geht er um den Bruder der jungen Chinesin, der eine Fremde heiratet. Bei ihnen ist ein Bruch mit seinen Eltern nötig, um ihr Zusammenleben zu ermöglichen. Ein Ausgleich zwischen Tradition und seinem Leben ist nicht mehr möglich.

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