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Adeline Yen Mah
Der Ursprung der zehntausend Dinge
Die spirituelle Welt Chinas
(Watching the Tree, 2001)

dtv
2003
Übersetzt von Svenja Geithner
239 Seiten
€ 14,50 [D]


Von Alfred Ohswald am 30.04.2003

  Nachdem die chinesischstämmige Autorin mit ihrem Erstling "Fallende Blätter" einen Bestseller landen konnte, ließ der Nachfolger natürlich nichr lange auf sich warten. Hier versucht sie, verschiedene Bereiche der spirituellen Traditionen Chinas allgemeinverständlich zu erklären. Dabei widmet sie so unterschiedlichen Themen, wie dem I-Ging, Taoismus, Konfuzionismus, Zen-Buddhismus, Qi, Yin und Yang, Fengshui u.a. je ein Kapitel. Sie beschreibt alles aus einer sehr persönlichen Sicht, oft anhand eigner Erlebnisse oder Geschehnisse in ihrer Familie. Diese Methode, die das Verständniss erleichtern soll, klappt aber nicht immer. Beim Kapitel über das Tao z.B. bleiben einige Dinge offen.
  Der interessierte Leserkreis wird aber insgesamt vermutlich nicht enttäuscht sein. Alles wird weitgehend positiv dargestellt und der Orientierung suchende Leser wird sicher oft fündig. Spirutialität aus dem Supermarkt, sozusagen: "Was gibts im nächsten Regal?" (Kulturkreis)
  Den von der Autorin auch erwähnten Anspruch, unparteiisch und wissenschaftlich vorzugehen, bleibt sie allerdings schuldig. Kritische Distanz trifft man kaum an. Und wenn ständig der arme Einstein (oder Heisenberg u.a.) herhalten müssen, die angeblich die klugen alten Philosophen bestätigten, sitzt man promt in der Esoterikerecke. Als ausgebildete Akademikerin muss das die Autorin auch wissen. Aber wenn das Argument ohnehin schon ziemlich jeder benutzt, warum soll man sich nicht auch bedienen?

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