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Douglas Adams
The Salmon of Doubt
Hitchhiking the Galaxy One Last Time

2003
€ 8,60


Von Till Westermayer am 15.02.2003

  Das posthum erschienene Buch /The Salmon of Doubt/ besteht aus drei Teilen. Der erste Teil (»Life«) enthält vor allem biographische Texte. Im zweiten Teil (»The Universe«) sind Adams' Auslassungen über DNA, Evolution, Computer, Handhelds, Tauchen etc. versammelt - Zeitschriftentexte, Essays, Reden. Der dritte Teil (»And Everything«) schließlich enthält den aus verschiedenen auf Douglas Adams' Festplatte gefundenen Fragmenten zusammengesetzen Anfang des geplanten dritten Dirk-Gently-Romans »The Salmon of Doubt« (bzw. »A Spoon Too Short«, wie er ursprünglich heißen sollte).
 
  Vieles im Buch ist anderswo (Websites, h2g2 etc.) schon mal zu lesen gewesen, aber wirkt immer noch frisch und typisch für Douglas Adams. Besonders beeindruckend fand ich »Is There an Artifical God?« (S. 126ff), einen Vortrag, den Adams vor einem ALife-Kongress gehalten hat, und der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie Menschen auf die Idee eines Gottes gekommen sind und wie Computer als Tool zum Verständnis der Evolution dazu beitragen können, von dieser Idee wieder abzukommen.
  Weniger eindrucksvoll nach den vielen in sich geschlossenen und pointierten kurzen Sachtexten wirkt dann der eigentliche »Salmon of Doubt«. Dem Text ist anzumerken, warum Douglas Adams legendär dafür wurde, Deadlines zu verpassen - die irrwitzige Grundidee (schottische Schlösser, ein Rhino in L.A., ein mysteriöser Fall ohne Auftrag) ist erahnbar, das pointierte, zugespitze, jeden Satz als richtig und zitierbar erscheinen lassende handwerkliche Nachpolieren fehlt jedoch. Es wird tragischerweise genausowenig wie das Schreiben der zweiten Hälfte des Salmons jemals möglich sein. Auch diesen Umstand ruft /The Salmon of Doubt/ leider wieder ins Gedächtnis.

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