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Alois Schwarz
Sorgt euch also nicht um morgen
Ein Bischof zur Zukunft des Glaubens

Styria
2002
208 Seiten
€ 19,90


thalia.at
amazon.de

 

 

Von Claudia Janka-Chapó am 06.02.2003

  Ein „Juwel“ in der Kategorie „Religiöses Sachbuch“ ist sicher die Neuerscheinung „Sorgt euch also nicht um morgen“.
 In seinem ersten Buch als Diözesanbischof von Gurk-Klagenfurt spricht Alois Schwarz zu den großen Themen des christlichen Glaubens.
 
  Wie er selbst im Vorwort darlegt, handelt es sich hierbei um gesprochene Texte, die daher zumeist in direkter Anrede formuliert sind. Die Absicht des Autors ist es, den Leser und die Leserin in einer konkreten Situation anzusprechen und so zu einer neuen Sichtweise aus dem Glauben zu verhelfen. Illustriert ist das Buch mit sehr eindrucksvollen Bildern aus dem Dom zu Klagenfurt, mit denen der Bischof die Leser gleichsam in „seine“ Kirche mitnimmt.
 
  Die drei Hauptkapitel „Zeit mit Gott“, „Dienst im Alltag“ und „Meister des Glaubens“ unterteilen sich in weiterer Folge in kleinere Abschnitte: Predigten und Festansprachen, die der neue Klagenfurter Bischof zu besonderen Gelegenheiten gehalten hat. Es finden sich darunter etwa Texte zu seinem Amtsantritt in der neuen Diözese, zu den kirchlichen Festen im Jahreskreis, zu Taufe, Firmung und Priesterweihe sowie zu verschiedenen Anlässen wie Männerwallfahrten, Landesjägertagen, Feuerwehr- und Erntedankfesten oder Gottesdiensten für Religionspädagogen und verschiedene Gruppen und Vereine. All diesen Ansprachen ist gemeinsam, dass sie von einer großen Offenheit für die Freuden und Nöte der Menschen, innerer Anteilnahme und Herzenswärme geprägt sind.
 
  Als ein Bischof, der selbst aus einer niederösterreichischen Bauernfamilie stammt, verkündet Schwarz keine „Spiritualität von oben“, sondern geht auf den Menschen ein, seine konkrete Lebenssituation, seine Grenzen und Möglichkeiten. Seine lebensnahe Sprache berührt und lässt den Leser ahnen, dass er hier einen Hirten vor sich hat, der sich nicht mit erhobenem Zeigefinger über seine Gläubigen stellt, sondern in Hoffnung und Zuversicht den Weg des Glaubens mit den Menschen geht.
 
  Mit viel Feingefühl redet Schwarz zu den Vertretern verschiedenster Vereine und Berufsgruppen, wobei er oftmals sehr persönliche Erfahrungen einbringt und so das Bild eines Bischofs „zum Anfassen“ vermittelt.
 
  Ein zutiefst bereicherndes, froh machendes Buch, das man sicher gerne öfter zur Hand nimmt.

 

 

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