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Peter Horn
Die Farbe des Sommers

Macondo
2002
176 Seiten


thalia.at
amazon.de

 

 

Von Alfred Ohswald am 21.12.2002

  Peter ist dreizehn und die Sommerferien stehen bevor. Sein Freund Thomas ist aus der kleinen Stadt weggezogen und so besucht er meist allein das alte Kino mit den alten Horror- und Science-Fiction-Filmen im Programm. Als der gleichaltrige Gernot mit seiner Mutter im Gebäude, wo sich das Kino befindet, in eine Wohnung einzieht, freundet sich Peter bald mit ihm an. Sie haben die gleichen Interessen und so ziehen sie durch die Gegend oder hocken mit den neuesten Comicsheften in ihrem Baumhaus herum.
  Eines Tages sieht Peter seinen Vater mit einer fremden Frau, die sich als Mutter von Gernot herausstellt. Er wird von seinen Gefühlen hin und her gerissen und ihre Familie ist tatsächlich bedroht.
 
  Eine sehr stimmungsvolle Geschichte über den Sommer eines Jungen in den Siebzigern an der Grenze zum Erwachsenwerden. Durch einige typische Dinge, wie Vampirella- und Perry Rhodan-Comics, Erwähnungen von Skylab und eine ganz bestimmte Hintergrundstimmung macht der Autor diese Jahre lebendig, ohne damit zu übertreiben und nur auf der Nostalgieschiene zu fahren. Die Geschichte und Stimmung steht im Mittelpunkt und würde auch zu jeder anderen Zeit funktionieren.
  Selten finden sich Bücher, die dieses Thema treffender beschreiben. Viele Aspekte werden berücksichtigt, auch die dabei, besonders bei amerikanischen Autoren oft ausgesparte oder völlig unrealistisch beschriebene erwachende Sexualität. Eine herrlich schwermütige und nostalgische Stimmung macht sich beim Lesen bemerkbar. Sehnsüchtig fühlt man sich an die eigene Pubertät mit ihren, aus heutiger Sicht fast schönen, erinnert. Nöten In gewisser Weise erinnert es an Stephen Kings Erzählung „Stand by me“. Nur ist es deutlich stärker an der Realität orientiert.

 

 

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