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Mark Anthony
Das Runentor
Die letzte Rune 1
(The Last Rune: Beyond the Pale / Teil 1, 1998)

Droemer Knaur
2003
Übersetzt von Andreas Decker
478 Seiten
€ 8,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 29.11.2002

  Travis ist Saloonbesitzer in einer kleinen Stadt. Eines Tages bittet ihn sein Freund, der Besitzer des Antiquitätenladens, etwas für ihn aufzubewahren, weil er verfolgt wird. Tatsächlich tauchen diese eigenartigen Verfolger auf und Travis flüchtet. Sie bleiben ihm hart auf den Fersen und Travis kann nur knapp durch eine wundersames Reklameschild in eine andere Welt flüchten.
  Grace ist Ärztin in der Notaufnahme eines kleinen Spitals. Als die Polizei einen angeschossenen Einbrecher einliefert, stirbt er bald. Bei der Notoperation öffnet Grace seinen Brustkorb und stellt entsetzt fest, dass er anstatt eines Herzens einen eisernen Klumpen hat. Das Spital drängt sie, den Vorfall zu verschweigen. Doch der Mann erwacht wieder und tötet bei einem Fluchtversuch einen Polizisten. Grace erschießt ihn mit dessen Waffe, bevor er weiteres Unheil anrichten kann. Bald erfährt sie, dass es mehr Männer mit eisernen Herzen gibt und sie hinter einem Medaillon her sind, dass sie seit ihrer Kindheit trägt und dessen Herkunft sie nicht kennt. Sie flieht und gelangt ebenfalls in die fremde Welt, in der bereits Travis gelandet ist.
  Dort herrschen mittelalterliche Verhältnisse, es gibt Magie und seltsame Fabelwesen. Travis wird von dem Barden Falken gefunden, der ihm hilfreich zur Seite steht. Ein Ritter findet Grace an einem anderen Ort halb erfroren und bringt sie auf eine nahe Burg. Auch in dieser fremden Welt droht eine dunkle Macht und darum wurde der Rat der Könige einberufen. Travis und der Barde treffen auf Freunde von Falken und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Versammlung. Doch die Verfolger von Travis haben die Spur noch nicht verloren.
 
  Es beginnt eher wie ein Horror-Thriller, erst später kommen eine Menge klassische Zutaten des Fantasy-Genres dazu. In eine typische Fantasy-Welt verschlagene Erdenbürger, mächtige Gegenstände, hinter denen der Bösewicht her ist, Magie ein dunkler Bösewicht aus uralten Zeiten usw. kennt man schon aus zahlreichen anderen Fantasy-Romanen. Ist der horrorähnliche Teil noch wirklich spannend, so kommt dann gediegene Fantasy ohne große Höhepunkte mit etwas wenig Handlung. Besonders in der Mitte des Buches will kein Schwung reinkommen, was auch auf die Spannung drückt.
  Auch die Charaktere sind durchschnittlich und nicht immer konsequent beschrieben. So ist gerade die als ausgesprochen menschenscheu bezeichnete Grace oft besonders schlagfertig. Aber für zwischendurch ist das Buch nicht so übel, wenn man keine zu hohen Ansprüche stellt.

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