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Raymond Feist / William Forstchen
Die Brücke
Die Legenden von Midkemia 1
(Honored Enemy, 2001)

Blanvalet
2002
Übersetzt von Susanne Gerold
448 Seiten
€ 9,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 12.11.2002

  Vor neun Jahren kamen die Tsuranis durch den Spalt aus ihrer Welt nach Midkemia und seitdem herrscht ein unerbittlicher Krieg. Dennis Hartraft, der bei einem Tsuraniangriff seine ganzen Angehörigen verlor, ist Anführer der hinter den feindlichen Linien operierenden „Plünderer“.
  Als sie sich für den Winter in ein Fort hinter die eigenen Linien zurückziehen wollen, finden sie nur mehr eine rauchende, von toten Tsunanis umringte Ruine vor. Die Tsunanis erobern Festungen und richten sie wieder her, sie zerstören sie nicht vollständig, darum befürchtet Hartraft eine Falle der „Dunklen Brüder“. Die „Dunklen Brüder“ sind die Moredhel, die Dunkelelfen, und seit ewigen Zeiten unversöhnliche Feinde der Menschen, Elfen und Zwerge. Hartraft will mit seiner Gruppe versuchen unentdeckt zu verschwinden, da taucht eine Truppe Tsunanis auf und wird von den Moredhel angegriffen. Bei ihrer Flicht stolpern sie förmlich über Hartrafts Truppe. Nach einer Schrecksekunde beschließen sie vorerst gemeinsam vor den Moredhel zu fliehen und ihren Kampf auf später zu verschieben.
  Bei Hartrafts Gruppe ist ein Elf als Späher und Fährtenleser, mit dem den Anführer der Moredhel eine jahrhundertalte Blutfehde verbindet. Als sie ihre gegenseitige Anwesenheit bemerken, steht fest, dass die Verfolger um keinen Preis von Hartrafts Gruppe und den Tsuranis ablassen wird. Die Situation der Verfolgten wird durch den Hass zwischen ihren beiden Teilen natürlich nicht leichter und oft steht ihre Flucht knapp vor dem Scheitern.
 
  Mit den „Legenden von Midkemia“ setzt Feist seine in dieser Welt spielenden Fantasy-Romane gemeinsam mit verschiedenen Co-Autoren fort. Viele Fantasy-Leser werden schon den einen oder anderen Roman gelesen haben und Midkemias klassischen Fantasyhintergrund mit seinen Elfen, Zwergen, Magiern und den an die historischen Japaner erinnernden Tsuranis bereits kennen. Die Midkemia—Reihe gehört ja schon zu den modernen Klassikern des Genres.
  „Die Brücke“ ist, im Gegensatz zu Früheren Midkemia-Romanen, in sich abgeschlossen. Die weiteren Bücher der „Legenden“-Subreihe beschäftigen sich mit anderen legendären Helden dieser Welt. Die Mitwirkung eines Co-Autoren schadet dem Romane auf keinen Fall.
  Die Handlung mit den durch äußere Gegner zur Zusammenarbeit gezwungenen Feinden ist nicht unbedingt neu, aber nicht übel umgesetzt. Vor allem die wechselnden Blickwinkel, auch von Seiten der Moredhel her, sorgen für Abwechslung und geben den Autoren die Möglichkeit, die jeweiligen Hintergründe auszuleuchten.

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