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Heorots Vermächtnis
(The Legacy of Heorot, 1987)

Lübbe
2002
Übersetzt von Heiko Langhand
461 Seiten
€ 7,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 28.10.2002

  200 Menschen sind mit einem Raumschiff, die meiste Zeit im Kälteschlaf, zu dem vierten Planeten im Sonnensystem Tau Ceti gelangt und begannen ihn zu besiedeln. Außer den normalen Rivalitäten und Streitereien, ging die ersten Monate alles ohne größere Schwierigkeiten voran. Nur der Kälteschlaf hatte bei Einigen mehr oder weniger starke geistige Schäden verursacht.
  Cadmann Weyland wurde als militärischer Schutz gegen unvorhersehbare Gegner mitgeschickt und drängt immer wieder auf mehr Aufmerksamkeit bei Sicherheitsvorkehrungen. Da weit und breit keine Gefahr erkennbar ist, hört jedoch niemand auf ihn.
  Dann wird eines Tages ein Hund vermisst, in den Hühnerstall eingebrochen und schließlich ein gerissenes Rind gefunden. Die Analysen weisen auf ein großes Raubtier hin. Doch die ungewöhnlichen Fähigkeiten und die Gefährlichkeit dieses Raubtieres werden nicht erkannt, bis es zur ersten Konfrontation mit Menschen kommt. Schon ein einziges Tier kann nur unter großen Opfern und mit Einsatz aller verfügbaren Mitteln abgewehrt werden.
 
  Das Szenario erinnert stark an den Film „Alien“. Eine Gruppe Menschen gegen ein schier unüberwindliches Monster. Natürlich gibt es in einem Buch mehr Möglichkeiten, einen plausiblen biologischen Hintergrund zu beschreiben.
  Das Autorentrio versteht sein Handwerk und schafft es ohne Probleme, eine durchgehende Spannung zu erzeugen. Besonders gut sind ihnen auch die Action-Szenen gelungen. „Heorots Vermächtnis“ reicht allerdings nicht an ihre besten Romane „Der Splitter im Auge Gottes“, „Fußfall“, Luzifers Hammer“ oder „Der fliegende Zauberer“ (nicht alle als Team geschrieben) heran.
  Nervend ist die Glorifizierung des „harten Helden“ Cadmann. Nur er, der unbeugsame Kämpfer“ hat immer recht und wird dann auch von allen Siedlern ständig regelrecht angehimmelt. Die Menschen sind nicht in erster Linie wegen ihrer Fähigkeit überlebensfähig, sondern als Kämpfer. Der Dramaturgie wegen, sind die anfangs fast unbesiegbaren Monster später doch zunehmend verwundbarer, ohne dass es dafür eine ausreichend logische Erklärung dafür gibt.
  Gelungene Action-Science-Fiction mit deutlichen Schwächen bei der Logik und den wenig originellen Charakteren. Der biologische Hintergrund ist, bei nicht zu strenger wissenschaftlicher Betrachtung, dafür recht gut ausgedacht.
  Es gibt übrigens eine Fortsetzung.

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