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Neil Gaiman (Text) / Chris Bachalo und Mike Barreiro (Zeichner)
Der Kinderkreuzzug. Teil 1
Die Bücher der Magie
(The Children’s Crusade Vol. 1, 1993)

Verlag Thomas Tilsner
1996
Übersetzt von Claudia Fliege
64 Seiten
€ 5,- [D]


Von Alfred Ohswald am 28.09.2002

  Immer schon verschwanden Kinder auch gleich Gruppenweise. Die berühmten Kinderkreuzzüge oder der Rattenfänger mit den magischen Flötenklängen sind bekannte Beispiele.
  Bei Gaimans neuer Comicsreihe verschwinden sie in eine geheime, schönere Welt. In eine Art paradiesisches Exil. Doch in diesem ersten Teil finden sich auch schon Andeutungen, dass die Sache einen Hacken hat. Auch wenn diese Andeutungen sehr subtil sind, und täuschen könnten. Um dem ganzen sozusagen die Krone aufzusetzen, sind die Helden zwei Jungen, die sich als Detektiv betätigen. Eher Detektiv spielen, scheint der erste Eindruck. Doch die beiden Jungen sind tot. Einst wurden sie vom Tod (einer jungen Frau) vergessen und nutzen seitdem ihre Zeit, um noch etwas zu „erleben“. Nur vor jungen Frauen haben sie ziemlichen Respekt, es könnte ja… Diese beiden Jungen werden von einer Schwester eines verschwundenen Kindes beauftrag, es zu finden. Dieses Kind ist in der schönen anderen Welt und die beiden unscheinbar wirkenden Jungen haben als Tote so ihre besonderen Möglichkeiten.
 
  Diese einigermaßen absurde Grundsituation bildet die Ausgangslage für eine weitere Fantasysaga Gaimans von der von ihm gewohnten, extrem hohen Qualität. Die zwei verschiedenen Zeichner haben dabei ebenfalls einen bemerkenswerten Anteil. Während der Eine die Haupthandlung illustriert, zeichnete der Andere in noch realistischern Stil die historischen Rückblenden. Ein einfacher, aber im positiven Sinn, sehr wirkungsvoller Kunstgriff.

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